Neuwied-Gladbach

Im Ahle EckIm Ahle Eck

Nicht nur in direkter Nähe, sondern auch geschichtlich über das Kirchspiel eng mit Heimbach-Weis verbunden ist der Neuwieder Stadtteil Gladbach. Bereits im 6. Jahrhundert n.Chr. gründeten hier fränkische Bauern ein Dorf. Die erste urkundliche Erwähnung lässt sich bis ins Jahr 1125 zurückverfolgen.

Auslöser für den Urkundenvermerk war eine Schenkung an das Kloster Wülfersberg, das hier als Filiale der Abtei Rommersdorf errichtet wurde. Es war im Mittelalter nicht unüblich, direkt Doppelklöster zu gründen, um ein männliches und ein weibliches Konvent zu haben. Wahrscheinlich ist aus diesen Gründen Wülfersberg errichtet worden, doch schon 1179 wurde die Trennung von Rommersdorfs vollzogen. Die kriegerischen Wirren des Mittelalters und die damit verbundenen Kosten führten letztlich dazu, dass das Kloster 1521 aufgelöst wurde. Die noch dort lebenden Ordensschwestern wurden in andere Klöster umgesiedelt.

Um 1655 kommt es zu umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen und zur Rekonziliation der Wülfersbergkapelle, die weithin sichtbar noch heute den Standort des ehemaligen Klosters im Gladbachtal markiert. In den 1980er Jahren kam die Wülfersbergkapelle in den Besitz der Stadt Neuwied und wird seitdem auch wieder regelmäßig für Gottesdienste genutzt.

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt im Ortskern von Neuwied-Gladbach stammt aus dem Jahr 1914 und steht seit 2003 unter Denkmalschutz. Auffällig ist der für das Rheinland ungewöhnliche Zwiebelturm. Der Seitenaltar stammt aus einer früheren Kapelle (um 1730). Unter den zahlreichen Figuren der Kirche ist eine spätgotische Madonna (um 1460) aus dem früheren Kloster Wülfersberg besonders erwähnenswert.