Alter Flugplatz (Frankfurter Grüngürtel)

Was macht man mit einem verlassenen Flugplatz? Genauer, mit dem Frankfurter Maurice Rose Airfield der US-Army, wenn diese es nicht mehr braucht? Man initiiert eine Projektgruppe und lässt sie arbeiten – und hofft darauf, dass die Natur ebenfalls kräftig mitarbeitet! Seit 2002 entwickelt sich der alte Militärflugplatz in den Frankfurter Stadtteilen Bonames und Kalbach-Riedberg zu einer kunterbunten Mischung aus Erholung, Naturerlebnis, Veranstaltungen sowie Treff für Mensch und Tier.

Der Alte Flugplatz in den Niddaauen im Frankfurter Grüngürtel ist ein attraktives Natur- und Freizeitgelände geworden. Einige Asphaltflächen wurden aufgerissen und werden von Flora und Fauna erobert. Die Start- und Landebahn wird Rollschuh- und Skaterbahn oder Tummelfeld für fantastische Zweiräder. Die Luft wird ebenfalls genutzt, wenn die Ballonfahrer sich hier treffen.

Zwischen Landebahn und Rollbahn befindet sich eine Stauwasserfläche. Da der Teich keinen Abfluss hat, fließt überschüssiges Wasser über eine Senke in die Nidda. Dort lassen sich zahlreiche Vögel und Amphibien, sowie Bisamratten beobachten. Die Wiese zwischen Landebahn und Nidda ist nach wie vor eine Kulturwiese, die regelmäßig gemäht wird. Eine kleine Brücke über die Nidda ist für Fußgänger und Radfahrer angelegt worden.

Im rot-weiß gestrichenen Tower des Alten Flughafens ist heute ein Gastronomiebetrieb untergebracht. Direkt nebenan residiert das Frankfurter Feuerwehrmuseum. 2001 auf dem Alten Flughafen eröffnet, dokumentieren heute über 600 Exponate die Geschichte der Feuerwehr in Deutschland. Die Ausstellung umfasst eine Sammlung historischer Fahrzeuge, Feuerlöscher, Handdruck- und Tragkraftspritzen, Uniformen und weitere Ausrüstungsgegenstände aus verschiedenen Jahrhunderten.

Ebenfalls auf dem Alten Flughafen befindet sich das grüne Klassenzimmer: eine Lernstation für Kinder und Jugendliche im Frankfurter Grüngürtel. Veranstaltungen für Familien und Unterrichtseinheiten für Schulen und Kitas werden hier angeboten. Von März bis Oktober sind Landschaftslotsen vor Ort und informieren über Frösche, Vögel und Pflanzen.