Albschäfer-Zeitspuren: Meteorkrater-Rundwanderweg (Steinheimer Becken)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑369m  ↓369m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Auf dem Meteorkrater-Rundwanderweg erleben Natur- und Wanderfreunde einen Teil der Erdgeschichte hautnah. Der Weg ist einer von zehn Zeitspuren des Albschäferwegs. Eine Besonderheit der Schwäbischen Alb ist, dass die Schäferei hier heute noch als Wanderschäferei betrieben wird.

Bei einer Wanderung auf dem Albschäferweg wird dem Wanderer die Bedeutung der Wanderschäferei für die Landschaftspflege der Region deutlich gemacht. Darüber hinaus ist der 158 Kilometer lange ausgezeichnete Wanderweg geprägt von einer malerischen Landschaft. Aber auch historisch gesehen sind zahlreiche Spuren zu finden, die es wert sind, erkundet zu werden. Aus diesem Grund wurden die zehn Zeitspuren als Rundwanderwege eingerichtet.

Der Meteorkraterwanderweg ist mit einer Länge von 20 Kilometern die längste der Albschäfer-Zeitspuren. Da er auch einige steile Steigungen beinhaltet, bedarf es hier schon etwas Kondition und vor allen Dingen festes Schuhwerk. Dafür wird der Wanderer mit grandiosen Aussichten belohnt.

Wandern auf dem Meteorkrater-Rundwanderweg im Steinheimer Becken

Die Wanderung auf dem Meteorkrater-Rundweg beginnt am Sontheimer Wirtshäusle. Zunächst führt uns der Weg zum Burgstall. Auf dem Aussichtspunkt erwartet uns ein grandioser Fernblick über das Steinheimer Becken, einem Kraterkessel zwischen 503 und 718 Meter Höhe, entstanden vor etwa 15 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Meteoriten.

Vorbei an blühenden Wiesen geht es hinauf zum Kraterrand, ehe wir den Knillwald erreichen. Ist der Waldrand erreicht, führt der Weg durch eine malerische Wacholderheide. Nachdem wir die Schnellstraße überquert haben, erreichen wir eine Weggabelung, an der wir zwischen zwei Varianten wählen können. Rechts hinauf führt ein recht steiler Weg durch den Wald.

Es empfiehlt sich, die linke Variante zu wählen. Über einen angenehmen Forstweg führt sie uns durch das Waldgebiet und ermöglicht hier einen Abstecher zu den Tongruben. Am Waldrand treffen beide Wegvarianten wieder aufeinander. Vorbei am Segelflugplatz wandern wir weiter auf dem Hauptweg. Durch eine weitere herrliche Wacholderheide geht es hinab ins Steinheimer Becken. Hier finden wir einen Schäferhof, der regionale Produkte zum Kauf anbietet.

Geradeaus geht es nun weiter ins Busental und dann hinauf zur Hitzinger Steige. Wir passieren die Steingrube auf weiten Feldwegen, ehe wir wieder in das Waldgebiet gelangen. Hinab geht es nun ins Hirschtal mit seinen beeindruckenden Felsformationen. Ein idyllischer Weg durch blühende Felder und üppige Obstgärten führt hinauf zum inneren Kraterrand. Hier genießen wir abermals den Ausblick über das Steinheimer Becken. Nun wandern wir in einem großen Bogen zurück nach Sontheim zu unserem Ausgangspunkt.

Bildnachweis: Von Irina Maier [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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