Steinheimer Becken Rundwanderung


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑121m  ↓121m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Steinheimer Becken hat sogar eine eigene (private) Website. Da könnte man sich dann in der Kratergeschichte des geologisch-paläontoligischen Kleinods verlieren. Der Meteoriteneinschlag bei Steinheim am Albuch könnte so im Bilderbuche stehen. Recht rund, mit einer Erhebung inmitten, genannt Steinhirt oder auch Klosterberg. Im Krater ist die Gemeinde Steinheim, im Krater auch: Strahlenkalk und Schneckensand. 

Wir freuen uns auf eine aussichtsreiche Runde und starten in Sontheim im Stubental, nahe der B466, die das östliche Heidenheim an der Brenz mit den westlichen Söhnstetten verbindet. Steinheim am Albuch ist nördlich. In Sontheim im Stubental ist ein Meteorkrater-Museum, zu dem wir noch kommen.

Start ist der Parkplatz Sontheimer Wirtshäusle, von dem aus geht’s direkt ins Naturschutzgebiet mit Aussichtsplattform Burgstall und Blick auf das Steinheimer Becken. Nach dem ausgiebigen Ausguck in den Meteoritenkrater geht es hinauf zum Knillberg auf 579m, den wir nach rund 1,8km erreichen, durch offene und durch Felder und Wiesen gesäumte Landschaft, mit Trockenrasen, Büschen und Baumgrüppchen.

Durch die Äcker wandern wir von dem einen Teil des Naturschutzgebiets zum nächsten des Steinheimer Beckens. Auf der Höhe ist der Steinhirt, auch genannt Klosterberg (579m), auf dessen Gipfel der Wäldlesfels (Algenkalkmonument) steht. Der Steinhirt ist quasi die Pupille im Auge des Kraters. Steinheim am Albuch streifen wir südlich. 

Das fast kreisrunde Becken hat einen Durchmesser von ca. 3,8km. Der Steinhirt ist rund 50m oberhalb des Beckenbodens. Der seinerseits liegt 100m unterhalb der Hochfläche des Albuchs (nordöstlicher Teil der Schwäbischen Alb). Das Steinheimer Becken entstand vor gut 14-15 Mio. Jahren. Man hat sich ausgerechnet, dass der Meteorit bis zu 150m groß gewesen sein muss und 72.000km/h drauf hatte. Die Kraft von 18.000 Little Boys (Hiroshima) formte die Landschaft weiträumig. Ein Kratersee entstand, der wieder trockenfiel. Man findet den Strahlenkalk, mit der speziellen Struktur, die man bei den sogenannten Impaktkratern entdeckt. Unterschiedliche Fossilien lassen sich auch finden.

Wir finden die Berghütte Kraterblick und können mit Aussicht eine gastronomische Pause einlegen. Abwärts wandern wir durch kultivierte Flächen nach Sontheim. Gegenüber dem Dorfhaus ist das Meteorkrater-Museum (Öffnungszeiten!), übrigens auch eine von 26 Infostellen des Geoparks Schwäbische Alb, und Ausgangsort eines geologischen Lehrpfades durch das Steinheimer Becken.

Bildnachweis: Von Ramessos [Public domain] via Wikimedia Commons

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