Heidenheimer Rundtour mit Wildpark Eichert und Schloss Hellenstein


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑343m  ↓343m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Am nordöstlichen Ende der Schwäbischen Alb liegt Heidenheim in einer Talweitung der Brenz, einem 52km langen Donauzufluss. Heidenheim hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, an erster Stelle das Wahrzeichen Schloss Hellenstein auf dem Schlossberg.

Wir gehen mit dem Uhrzeigersinn und starten südlich des Klinikums Heidenheim sowie des Congress-Centrums auf einem Parkplatz an der Straße Katzental. Es geht in Richtung Voith-Arena, an der wir vorbeikommen und in den Wildparkweg einbiegen.

Schon sind wir mitten drin in dem 30ha großen Wildpark Eichert mit Rot-, Schwarz-, Gams-, Dam-, Stein- und Wasserwild und gelangen zur Aussichtsplattform. Rund 1,9km sind wir bis hierher gewandert und queren eine Wiesenfläche, wo wir nach links in die Talhofstraße einbiegen und dann nach rechts den Schindertalweg einschlagen.

An der Stelle haben wir etwas über 500m Höhe erreicht und es geht durch Wald sowie zwei Kehren bergan. Nach links einbiegend folgen wir dem Hochbergweg weiter hinauf und gelangen bei 647m auf den höchsten Punkt der Runde sowie zum Hochberg mit 500m-Liftanlage.

Wir lassen den Skihang links liegen und gehen von Wald begleitet wieder talwärts, wo wir am bebauten Stadtrand von Heidenheim im Hochbergweg auskommen und in den Weg Am Ugental einbiegen, eine Kreuzung passieren und der Talstraße folgen. Ziel ist das Schloss Hellenstein am Schlossberg mit Park. Von der schönen Anlage auf der Höhe hat man etliche schöne Aussichten auf Heidenheim, über die Umgebung und Teile der Schwäbischen Alb.

Das Schloss Hellenstein hat eine recht wechselvolle Geschichte. Als Burg brannte sie nieder und Herzog Ulrich von Württemberg baute sie Mitte des 16. Jahrhunderts wieder auf. Ende des 16. Jahrhunderts ließ Herzog Friedrich I. von Württemberg östlich der wehrhaften Burganlage sein Fürstenschloss aufbauen. Sehenswürdigkeiten sind neben dem alten offenen Rittersaal, in dem Opern aufgeführt werden, die historischen Mauerreste mit Bastion und der 78m tiefe Kindlesbrunnen, der zwischen 1666 und 1670 von Königsbronner Bergknappen gegraben wurde. In Heidenheim wurden die Kinder nämlich nicht vom Storch herangeflogen, sondern aus dem Brunnen gehoben.

Das Heimatmuseum im Schloss Hellenstein wurde 1901 in der ehemaligen Schlosskirche eingerichtet. Das Landesmuseum entstand in den 1980er Jahren im sanierten Fruchtkasten, man sieht zum Beispiel historische Kutschen. Auch findet sich auf dem Schlossareal ein Aussichtsturm. Bevor wir am Ausgangspunkt ankommen, machen wir noch einen Abstecher zum Hexenfelsen.

Bildnachweis: Von Holger Uwe Schmitt [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort