Aarhöhenweg Etappe 2 Adolfseck - Michelbach


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑617m  ↓677m
Die zweite Etappe auf dem Aarhöhenweg führt nach Michelbach, der Perle an der Aar

Das Aartal zwischen Adolfseck und Michelbach gilt Kennern als der schönste Abschnitt. Das Aartal ist hier eng und schneidet sich fast schluchtartig in den Taunus ein. Adolfseck lag ursprünglich auf einem Umlaufberg, den die Aar umfloss. Schon seit dem Mittelalter fließt die Aar aber westlich von Adolfseck durch einen Durchbruch, dessen Gefälle zum Betrieb einer Mühle diente. Der mit dem Durchbruch entstandene Wasserfall ist durch den Wasserentzug allerdings nur bei hohem Wasserstand der Aar zu betrachten.

Der Aarhöhenweg führt über die Aarstraße in einen asphaltierter Wirtschaftsweg, der den Wanderer zur Schanze Adolfseck leitet, einer im Dreißigjährigen Krieg angelegten Belagerungsburg, von der heute nur noch Erdaufschüttungen zu sehen sind. Bei der Schanze Adolfseck hat man von einem kleinen Wiesenplateau einen schönen Blick ins Tal.

Von der Schanze Adolfseck führt der Aarhöhenweg weiter zum Justinus-Felsen. Hier durchquerte in römischer Zeit der Limes das Aartal. Ein Felsblock inspirierte einen römischen Soldaten oder Arbeiter dazu, sich zu verewigen. Er ritzte seinen Namen Ianuarius Iustinus in den Felsen – ein frühe Form des Tagging, wie man es heute aus der Graffiti-Szene kennt.

Am Justinus-Felsen beginnt ein kurzer Serpentinenaufstieg, der einen hinauf bringt zu einem Waldweg. Der Aarhöhenweg quert kurz hinter der Mühle zum Felsentor die Aar und verläuft weiter auf der rechten Bachseite in einen Hochwald hinein. Durch den Wald oberhalb des Tal geht es weiter Richtung Norden, bis sich erstmals Burg Hohenstein zeigt.

Burg Hohenstein wurde um 1190 auf einem hohen Fels über dem Aartal erbaut und dann im Dreißigjährigen Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Ruine kam 1815 an Nassau. 1864 stürzten Palas und großer Saalbau ein, weitere zwei Jahre später wurde Preußen neuer Hausherr auf Hohenstein. Seit 1949 gehört Burg Hohenstein dem Land Hessen, das 1968 im Bereich des ehemaligen Kuhstalles ein Hotel mit Restaurant bauen ließ.

Ein kleiner Aussichtsfelsen mit schönem Blick auf Burg Hohenstein folgt im weiteren Verlauf des Aarhöhenwegs. Von hier könnte man einen Abstecher zur Burg Hohenstein auf der anderen Seite der Aar machen, der mit 15 Minuten pro Weg zu Buche schlägt.

Der Aarhöhenweg indes folgt weiter dem Hang und bietet immer wieder herrliche Talblicke, bis man auf Höhe der Zimmermannsmühle zurück ins Tal wandert und als Endpunkt der Etappe Michelbach erreicht.

Aarhöhenweg Etappen


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