Zum Jura-Elefant und zur Gemsenwand bei Stierberg (Betzenstein)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 22 Min.
Höhenmeter ca. ↑228m  ↓228m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Ortsteil Leupoldstein mit abgegangener Burg gehört zur Stadt Betzenstein südöstlich davon, die sich auch Frankens kleinste Stadt nennt. Betzenstein liegt im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst. Etwas über 100m Höhendifferenz bietet die Runde zu den Felsformationen Steinberger Gemsenwand, Münchser Wand und dem Juraelefant.

Wir starten an der B 2 mitten in Leupoldstein und halten uns südlich. Rechts erstreckt sich die Leupoldsteiner Wand mit dem Geotop Dolomitfelsen Wetterstein. Die Burg Leupoldstein (um 1100) stand übrigens auch auf einem Dolomitsporn nördlich der B 2. Begleitet von Feldern, Wiesen und Äckern geht es zunächst ein wenig bergab, dem folgt bergauf und wir kommen auch an Waldrändern und Wald vorbei.

Stierberg liegt in einer kleinen Mulde und wir erreichen es nach etwa 1,9km. Die kleine Siedlung hat einen Landgasthof, der eine Stempelstelle für den Oberfränkischen Jakobusweg von Hof nach Nürnberg ist und zwar auf der Etappe 6 zwischen Pegnitz und Betzenstein.

Südlich des Dörfchens ist die Burgruine Stierberg auf dem Schlossberg, wohin wir einen Abstecher machen. Man sieht Mauerreste der Oberburg mit großen Quadern und jede Menge Vegetation. Die Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert und ihr endgültiges Aus kam durch den Zweiten Markgrafenkrieg. 1553 überzog Markgraf Albrecht Alcibiades die Burg mit Gewalt und Feuer. Der beginnende Wiederaufbau wurde nicht verfolgt.

Zur Oberburg gibt es noch eine Unterburg mit Turm und einer Vogtei, die sich im Grün als eingeschossiger Satteldachbau aus dem Jahr 1789 zeigt. Von der Unterburg hat sich ein Turmrest erhalten, eine Zisterne und in der Umgebung findet sich eine Burghöhle.

Nach dem kleinen Abstecher geht es zu den Felsformationen südlich von Stierberg, die so klangvolle Namen haben wie Gemsenwand und Jura-Elefant. Wir genießen die Aussicht, manch einer nutzt den Felsen zum Klettern, gesichert und mit Helm, trotzdem ist es nicht ungefährlich. Auf der weiteren Wegstrecke erheben sich aus dem Bewuchs die Münchser Wand und der Jura-Elefant, der sich schwer auf seinen Rüssel zu stützen scheint, neben weiteren Felsgebilden. Wir wandern in den höheren Lagen mit der Tendenz bergab.

Aus dem Wald hinaustretend umrunden wir Stierberg an dessen Westseite, gehen durch offene Landschaft zurück, überqueren die B2, wenn wir ungefähr 6,3km gegangen sind. Dann geht es durch den Wald in Richtung Leienfelser Türmchen bei Leienfels. Hier sind wir bei rund 505m auf dem niedrigsten Niveau der Runde und nur noch rund 1,5km vom Ausgangsort entfernt, zu dem uns Wald Geleit gibt.

Bildnachweis: Von Alma [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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