Wuppertal-Kohlfurth

Kohlfurth liegt direkt an der Wupper. Die Kohlfurther Brücke verbindet den Wuppertaler Stadtteil Kohlfurth mit der zu Solingen zählenden gleichnamigen Ortslage Kohlfurth am gegenüberliegenden Ufer. Eine Brücke bei Kohlfurth ist bereits fürs 14. Jahrhundert bezeugt.

Die heutige Fachwerkträgerbrücke aus Stahl wurde 1893-94 erbaut und 1913-14 für den Straßenbahnbetrieb erweitert, der hier bis 1969 verkehrte. Seitdem dient die Kohlfurther Brücke als Fußgängerbrücke. 2005-10 wurde die Kohlfurther Brücke komplett saniert und erstrahlt seitdem – etwas schmaler als vorher – in altem Glanz. Gut in Augenschein nehmen kann man die Kohlfurther Brücke vom Standcafé, einem beliebten Ausflugslokal direkt am Ufer der Wupper.

Direkt hinter der Brücke befindet sich das Gelände des Bergischen Straßenbahnmuseums. Einst hatte Wuppertal mit einer Länge von rund 300km das viertgrößte Straßenbahnnetz in Deutschland, doch in den 1960er und 1970er Jahren wurde das Netz nach und stillgelegt. Die letzte offizielle Tram fuhr 1987. Heute können Besucher ab und an Nostalgie erleben, wenn der Verein Bergische Museumsbahnen seine Schätzchen aus dem Depot in Kohlfurt holt und auf einer gut 3km langen Strecke durchs Kaltenbachtal bis zur Endhaltestelle Greuel zu fahren.

In Kohlfurth, etwas südlich der Kohlfurther Brücke, mündet der nur gut 2km lange Kaltenbach in die Wupper. Im Kaltenbachtal liegt mit dem Manuelskotten der einzige noch funktionstüchtige wassergetriebene Schleifkotten im Stadtgebiet von Wuppertal. Der Manuelskotten wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Seit 1993 gehört der Manuelskotten der Stadt Wuppertal, die ihn als Außenstelle des Historischen Zentrums betreibt. Man kann nach Anmeldung einem professionellen Schleifer bei der Arbeit zuschauen.