Wittekindsweg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 93 km
Gehzeit o. Pause: 22 Std. 35 Min.
Höhenmeter ca. ↑1973m  ↓1974m
Wegzeichen Wittekindsweg

Ein sehr beliebter Wanderweg durch das Osnabrücker Land ist der Wittekindsweg. Er gilt als Klassiker unter den Wanderwegen im Nordwesten Deutschlands. Auf rund 95 Kilometern genießt der Wanderer zwischen Osnabrück und Porta Westfalica ein Wechselspiel aus großartigen Aussichtspunkten und einer facettenreichen Natur.

Der Wittekindsweg wird seit rund 100 Jahren gewandert. Beginnend in Osnabrück, führt er durch das Nettetal bis zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal oberhalb der Porta Westfalica. Es gibt viel zu sehen. Dazu lockt eine besonders abwechslungsreiche Natur. Nur geringe Steigungen machen den Wanderweg auch für jene gangbar, die noch nicht ganz so viel Kondition besitzen.

Die fünf Etappen des Wittekindswegs

Die erste Etappe des Wittekindswegs beginnt in Osnabrück. Nach dem Verlassen der Stadt folgen wir ein kurzes Stück der Nette. Wir erreichen das idyllische Nettetal, welches ein beliebtes Naherholungsgebiet der Region darstellt.

Vorbei am Örtchen Rulle mit dem gleichnamigen Kloster führt der Wittekindsweg nun durch das Waldgebiet Frankensundern. In Engter endet die erste Etappe. Auf der zweiten verlassen wir Engter und wenden uns ostwärts. Der Weg führt zunächst nach Uptrup und weiter durch dicht bewaldetes Gebiet. Wir passieren den Süntelstein von Vehrte, einen Findling aus der Eiszeit, der zudem als altes heidnisches Denkmal diente.

Hinter Vehrte führt der Wittekindsweg vorbei an den Großsteingräbern „Teufels Backtrog“ und „Teufels Backofen“, ebenso an einer Schwarzkreidegrube. In Ostercappeln ist das Etappenziel erreicht. Von hier aus starten wir zur dritten Etappe der Wanderung. Sie führt vorbei an einem alten Viadukt zurück auf den Kamm des Wiehengebirges. Über Rattinghausen und Barkhausen geht es auf den Großen Kellenberg. An der Kellenbergstraße endet die Etappe.

Etappe vier führt von der Kellenbergstraße erneut auf den Gebirgskamm. Wir folgen dem Weg, vorbei am Aussichtsturm Nonnenstein und dem Bismarckdenkma Feuersäule bis zur Neuen Mühle. Über den Blasheimer Berg führt der Weg im weiteren Verlauf auf den höchsten Punkt des Wiehengebirges: dem 320 Meter hohen Heidbrink. An der Schnathorster Egge ist das Etappenziel erreicht.

Hier beginnt die fünfte Etappe. Diese führt weiter über das Wiehengebirge. Über Bergkirchen, die Lutternsche Egge und den Eidinghauser Berg verläuft der Weg bis zum Häverstädter Berg und dem Wittekindsberg. Auf diesem Wegstück bilden die Überreste der Kreuzkirche aus dem 10.Jahrhundert, die Margarethenkapelle und die keltische Wittekindsburg sehenswerte Wegpunkte. Das imposante Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica, das eine spektakulärer Aussicht auf die Weser, das Weserbergland und Minden gewährt, bildet den Schlusspunkt einer besonderen Wanderung.

Bildnachweis: Von HaraldRau [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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