Wilden (Wilnsdorf)

Der Wilnsdorfer Ortsteil Wilden schmiegt sich in das rundum von Wald umgebene Wildebachtal am Übergang vom Südsiegerländer Bergland in den Freien Grund. 1367 erstmals urkundlich erwähnt, bestand Wilden damals aus mindestens drei einzelnen Höfen. Die Bezeichnungen Oberwilden, Mittelwilden und Unterwilden erinnern noch heute daran, dass der Ort erst im Laufe der Jahrhunderte aus den Einzelhöfen zusammenwuchs.

Der Bergbau war rund um Wilden ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Schon 1580 wird eine Roheisenhütte für Wilden erwähnt. Heute erinnern nur noch die zahlreichen Stollenmundlöcher daran, die man auf Wanderungen rund um den Ort erreichen kann. Eisenzeche, Erzgang, Landeskroner Erbstollen oder Sophienstöllchen sind nur einige Beispiele für ehemalige Stollen im Bereich von Wilden.

Ebenfalls ein Relikt der Bergbaugeschichte ist die alte Schmiede, die in der Mitte von Wilden steht. Allerdings ist dies nicht ihr ursprünglicher Standort; der befand sich im Köhlerweg in Oberwilden. Sie diente als Werkzeugschmiede und war noch bis Mitte der 1960er Jahre regelmäßig in Betrieb. Nach ihrem Umzug 1984 an den neuen Standort dient sie nur noch als Museumsstück. Zu besonderen Veranstaltungen wird sie aber wieder in Betrieb genommen, um das alte Schmiedehandwerk vorzuführen.

Den meisten Siegerländern ein Begriff ist der gut 1ha große Landeskroner Weiher. Dieses Naherholungsgebiet befindet sich ebenfalls auf Wildener Gebiet. Ursprünglich wurde der Weiher als Wasserreservoir für die Wasserräder der Grube Landeskrone angelegt. Heute ist er ein beliebter Ausflugsort, wenngleich über den Landeskroner Weiher eine mächtige Brücke die Trasse der Autobahn A 45 trägt. Aber durch den ständigen Zufluss von kaltem Quellwasser des Wildebachs ist er auch in heißen Sommern angenehm kühl und lädt zum Baden ein. Auch bei Anglern ist der Weiher beliebt.