Westfalenwanderweg Etappe 9 Büren - Henglarn


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 26 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑449m  ↓478m
Westfalenwanderweg Büren Lichtenau

Im Zentrum von Büren gegenüber der Jesuitenkirche beginnt die neunte Tageswanderung auf dem Westfalenwanderweg. Über den Spielenweg verlässt man die Stadt und wandert hinein in die Wälder bei Büren, die auf einer Fläche von über tausend Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Die gut ausgebildeten Waldmeister-Buchenwälder repräsentieren hervorragend die standortgerechten Waldgesellschaften im westlichen Teil der Paderborner Hochfläche.

Nachdem der Westfalenwanderweg die Autobahn A 44 passiert hat, kommt man wieder ins Almetal und erreicht den Bürener Stadtteil Wewelsburg. Hoch über dem Almetal steht die Wewelsburg, deren heutiger Baukörper im 17. Jahrhundert auf dreieckigem Grundriss als Schloss des Paderborner Fürstbischofs im Stile der Weserrenaissance errichtet wurde.

Von 1934-45 wurde die Wewelsburg von der SS genutzt. Heinrich Himmle wollte aus der Wewelsburg das Reichshaus machen, gedacht als zentraler Versammlungsort aller SS-Gruppenführer. Zahlreiche Umbaumaßnahmen wurden eingeleitet und dafür eigens ein Konzentrationslager eingerichtet, um genügend Zwangsarbeiter zur Verfügung zu haben. 1945 befahl Himmler die Sprengung der Wewelsburg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Wewelsburg wieder aufgebaut. Heute ist auf der Wewelsburg das Heimatmuseum des Kreises Paderborn, in dem eine Abteilung als Historisches Museum des Hochstifts Paderborn insbesondere die Geschichte des Fürstbistums dokumentiert. Im Westflügel der Wewelsburg befindet sich eine Jugendherberge. Nahe des Hauptzugangs der Wewelsburg erinnert die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933–1945 an das örtliche KZ Niederhagen und die Zeit, als die SS das Sagen auf der Wewelsburg hatte.

Vor der Wewelsburg steht die katholische Pfarrkirche St. Jodokus, die im 14. Jahrhundert zweischiffig im spätgotischen Stil erbaut und von 1599 bis 1601 von Grund auf erneuert wurde. Auf dem Kirchhof befindet sich ein Denkmal zum Gedächtnis an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

Durch die Tudorfer Straße verlässt der Westfalenwanderweg Wewelsburg in nordöstlicher Richtung. Durch den Niederntudorfer Wald und ein tiefes Trockental wandert man zur Autobahn A 33, kreuzt diese oberhalb des Autobahnkreuzes Wünnenberg-Haaren und kommt dann nach Henglarn, den westlichsten Stadtteil von Lichtenau.

Bildnachweis: By Wewelsburg2010.jpg: Tbachner derivative work: Alupus (Wewelsburg2010.jpg) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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