Wendelinus-Rundweg (St. Wendel)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Stunden 7 Min.
Höchster Punkt: 425 m
Tiefster Punkt: 284 m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der heilige Wendelin soll im 6. Jahrhundert rund um Trier missionierend unterwegs gewesen sein. Man vermutet, dass Wendelin die Abtei Tholey gründete. Und sicher ist man sich, dass sein Grabe in der Wendelinus-Basilika ist.

An der Wendelinus-Basilika in St. Wendel beginnt denn auch der kleine Wendelinus-Rundweg. Die Wendelinus-Basilika entstand im 14. Jahrhundert als spätgotische Hallenkirche. Die Basilika mit ihren Gewölbemalereien zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten des Saarlandes und ist eine bekannte Pilgerkirche. Die Kanzel des Wendelsdoms wurde 1462 von Nikolaus von Kues gestiftet und gilt als die zweitälteste Steinkanzel Deutschlands.

Vom Wendelsdom am Fruchtmarkt spazieren wir durch die Balduinstraße und kommen dann zur Wendalinusstraße (L 131). Die bringt uns zum Kapellenweg und der wiederum leitet zur Wendelinuskapelle, wo jedes Jahr an Pfingstmontag die Pferdesegnung stattfindet. Die Wendelinuskapelle wurde 1755 in reizvoller Lage am Fuße des Bosenbergs (485m) erbaut.

Von der Wendelinuskapelle geht es zum Missionshaus St. Wendel, das von den Steyler Missionaren 1898 übernommen wurde und heute ein Zentrum ihrer missionarischen Tätigkeit vor allen in Südamerika und auf den Philippinen ist. Die Missionshauskirche entstand 1910-13.

Der Wendelinus-Rundweg führt nun weiter vorbei an einer Mariengrotte zum Wendelinushof, der einst von den Styler Missionaren betrieben wurde. Heute ist der Wendelinushof ein Erlebnisbauernhof mit Hofladen, eigener Gärtnerei und der Hofküche, die schlacht- und erntefrische Lebensmittel verarbeitet und in zünftiger Atmosphäre auf den Tisch bringt.

Vom Wendelinushof geht es südwärts zum Fledermauskopf (412m) mit schöner Aussicht über das Sankt Wendeler Land. Durch den Wald und vorbei am Wendelinusstein führt der Weg über einen reizvollen Streckenabschnitt mit wunderschönen Aussichten über die hügelige Mittelgebirgslandschaft zurück nach St. Wendel zur Wendelinus-Basilika.

Im Abstand von zehn Jahren wird in St. Wendel das Wendelsjahr begangen. Dabei wird die Tumba mit der Lade, die in einem gläsernen Sarg das fast vollständig erhaltene Skelett des Heiligen enthält, geöffnet und eine Woche lang für die Pilger zur Schau gestellt. Bei dem Skelett soll es sich der Legende nach um dasjenige des Heiligen handeln; zweifelsfrei belegt werden kann diese Hypothese jedoch nicht. Das letzte Wendelsjahr wurde im Mai 2010 begangen.

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