Weiselberg-Gipfeltour (Freisen)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑468m  ↓468m
Weiselberg-Gipfeltour

Der Weiselberg (570m) ist nicht nur ein Berg, sondern auch gleich noch ein Naturschutzgebiet. Der Weiselberg ist ein kegelförmiger Vulkanhärtling mit ausgeprägten Gesteinssäulen und eindrucksvollen Blockhalden.

Die Wanderung startet am Weiselbergbad im Freisener Ortsteil Oberkirchen. Von hier aus gehen wir zunächst ein kurzes Stück die asphaltierte Straße nordwärts und dann hinein in die Natur. Wir treffen im Wald auf den Fritz-Wunderlich-Radwanderweg, dem wir nun nach Süden folgen. Dabei passieren wir die Eiserne Brücke. Die ist allerdings leider gesperrt, so dass man den schönen Blick über Osterkirchen und ins Ostertal eher erahnen, als genießen kann.

Nach einiger Zeit treffen wir auf die Landstraße L 311 und machen nun eine Südschleife. Wir kommen durchs Eulental zu einem Wasserfall und dann weiter zur Felsformation Steinerner Schrank.

Dann geht es wieder in nördliche Richtung zurück nach Oberkirchen. Wir wandern am Ortsrand entlang zur Weiselbergstraße. Rechter Hand geht der Blick zur beeindruckenden Talbrücke Oberkirchen, ein Eisenbahnviadukt, das 1934-35 als eine der größten Steinbrücken in Deutschland erbaut wurde. 1970 wurde die Bahnstrecke geschlossen. Heute führt der Fritz-Wunderlich-Weg über die Talbrücke.

Jetzt geht es richtig hinauf auf den Weiselberg. Am Gipfel sieht man deutlich das typische Gestein, das nach dem Berg Weiselbergit benannt ist. Es ist ein tiefschwarzes und leicht bläuliches, magmatisches Gestein mit punktuellen Feldspatanteilen, die an den Sternenhimmel erinnern. Im Gestein sind Achate eingelagert. Bereits zur Römerzeit wurde an der Bergoberfläche nach Achaten gegraben.

Einzigartig ist auch die Vegetation am Weiselberg: Auf der felsigen Kuppe gedeihen anspruchslose Spezialisten wie Sonnenröschen, Fetthenne oder Färberginster, aber auch Flechten und Moose. Auf den Feuchtwiesen im südlichen Vorland unterstehen viele andere seltene Pflanzen einem besonderen Schutz.

Südlich des Gipfels befindet sich das Steinerne Meer, eine Ansammlung von riesigen bemoosten Steinblöcken. Wir wandern nun zurück und passieren dabei knapp die Oster-Quelle, bis wir schließlich wieder am Weiselbergbad ankommen. Hier gibt es übrigens auch ein gastronomisches Angebot, falls einen nach diesen Natureindrücken nach leiblicher Stärkung giert.

Bildnachweis: Von GDelhey [GFDL] via Wikimedia Commons

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