Weinwanderung am Heuchelberg vom Zabergäu ins Kraichgau


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑267m  ↓279m
Weinwanderung am Heuchelberg

Diese Streckenwanderung im Heilbronner Land startet in Leingarten und führt teilweise über die Trasse des Württembergischen Wein-Wanderwegs. Es geht am los am Bahnhof in Leingarten, der von der Kraichgaubahn (von Karlsruhe über Bretten und Eppingen nach Heilbronn) angefahren wird. Man geht von der Brühlstraße links in die Eppinger Straße und direkt rechts in die Güldigstraße bis zur neuapostolischen Kirche und dann wieder links Richtung Freibad.

Man erreicht schon bald das Naherholungsgebiet Eichbott mit zwei malerischen Teichen und kommt wenig später zur Frankenschanze an der Nordflanke des Heuchelbergs.

Die Frankenschanze ist eine ehemalige Ringwallanlage, die wohl um das Jahr 1000 errichtet wurde. Man vermutet, dass hier einst die Gaugrafen des Gartachgaus eine Burg anlegten. Allzuviel zu sehen ist davon heute allerdings nichts mehr.

Rund 300m weiter stößt man auf die Heuchelberger Warte, ein Wachturm, der 1483 erbaut wurde und seit 1898 als Aussichtsturm genutzt für Wanderer genutzt wird. Hier treffen sich der Frankenweg und der Württembergische Wein-Wanderweg und viele Wanderer nutzen die Möglichkeit, in der anliegenden Gastronomie mit Biergarten zu pausieren.

Über den Heuchelberger Rücken, ein bewaldeter Höhenzug, an dessen Südhängen Wein angebaut wird, geht es westwärts. Über den Hornberg (323m) geht es Richtung Drei Eichen und zum Roten Brunnen, bevor man Niederhofen – eine der ältesten Siedlungen im Leintal – erreicht.

In Niedernhofen passiert man die evangelische Cyriakuskirche aus dem 15. Jahrhundert. Nach Osten hin ist an ein romanisches Hauptschiff ein gotischer Chor mit Kreuzgewölbe angebaut. Das Rathaus ist ein Fachwerkgebäude von 1738 mit Eckquaderung und einem Dachreiter auf dem Krüppelwalmdach. An das Rathaus schließt sich in der Zabergäustraße eine historische Gebäudegruppe an.

Man quert am Ortsrand von Niedernhofen den kleinen Dachbach und wandert weiter durch den Hardtwald zum Schillerplatz. Dann geht es mit schönem Kraichgau-Blick am Kraichgau-Stadion vorbei hinab in die Fachwerkstadt Eppingen, von wo man am Bahnhof wieder die Kraichgaubahn für die Heimreise bemühen kann.

Bevor man das tut, sollte man aber die als Gesamtkomplex geschützte Altstadt von Eppingen mit dem Pfeifferturm aus dem 13. Jahrhundert, der Alten Universität (15. Jahrhundert), der katholischen Pfarrkirche Unsere liebe Frau und das Eppinger Rathaus, das 1824-25 erbaut wurde, anschauen.


Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons): 1-4 by Peter Schmlezle [CC-BY-SA-3.0]

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