Weickartshain

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Ganz im Osten des Stadtgebiets von Grünberg liegt Weickartshain im direkten Übergang zum Vogelsberg. Auf dem Weg durch den Weickartshainer Wald in Richtung des südlich gelegenen Laubach befinden sich noch einige wenige Reste der Engelsburg. Es handelt sich hierbei um eine quadratische Anlage, die von einem 4m breiten Graben umgeben ist und schätzungsweise aus einer mittelalterlichen Turmburg hervorging.

Die Engelsburg war ein Gebäude, dessen Erdgeschoss aus Basaltsteinen bestand und zwei weitere Stockwerke als Fachwerbau. Die Engelsburg gehörte zu dem damaligen Dorf Engelshausen. Die Bewohner von Engelshausen siedelten sich aus dem benachbarten Laubach an. Den Namen „Pestburg“ brachte der Engelsburg die Laubacher Pestwelle zu Beginn des 17.Jahrhunderts ein. Etwa um 1850 wurde das Gebiet der Engelsburg bewaldet.

Die Eisenkaute südlich von Weickartshain ist heute unter dem Namen Weickartshainer Schweiz bekannt. Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges Eisenbergwerk, dass von 1928-40 von der Gewerkschaft „Louise“ betrieben wurde. Das Erz wurde über eine Drahtseilbahn zu einer Waschanlage transportiert und die Erdanteile wurden im sogenannten Schlammteich abgelagert. 1973 wurde am Teich Zeltwiese etabliert. Fünf Jahre später wurde eine Grillhütte mit sanitären Anlagen errichtet. Seitdem gilt die Weickardtshainer Schweiz als Naherholungsgebiet.

Einer Sage zufolge lebte eine wilde Frau mit ihrem Mann in einer Höhle am Wildfrauberg. Diese Höhle kann man auch heute noch besuchen. Die Höhle der Wilden Frau befindet sich in der Nähe der Weikartshainer Schweiz. Der Wildfrauenstein, welchen sie der Sage nach, ihrem Mann über 400m hinterher geworfen haben soll, liegt nur wenige hundert Meter von der Höhle entfernt. Ihr Ehemann hatte wohl den Holzkochtopf seiner Gattin zerstört, was sie in unberechenbare Wut versetzte, so dass ihr Mann die Flucht ergriff.