Wanderung von Bad Lauterberg über die Odertalsperre zum Stöberhai


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 23 Min.
Höhenmeter ca. ↑948m  ↓948m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Oberhalb von Bad Lauterberg im Harz liegt die Odertalsperre. Die Odertalsperre dient der Wasserhaushaltung und zur Stromerzeugung. Sie staut die Oder auf, die rund 56km lang ist, bei Oderbrück ihre Quelle hat und bei Katlenburg in die Rhume mündet.

Die ersten rund 8km werden wir uns in Tallage bewegen und dann bis auf 720m am Stöberhai, dem höchsten Berg im Südharz, heraufwandern und uns die Landschaft mit eingebetteter Odertalsperre von oben ansehen.

Start und Ziel ist die einstige Bergbaustadt und das heutige Kneipp-Heilbad Bad Lauterberg, das südwestlich der Talsperre liegt. Ausgangsort ist der Parkplatz zwischen dem Rathaus Bad Lauterberg, einem interessanten Fachwerkbau, und Kurhaus. Via Sebastian-Kneipp-Promenade kommen wir durch den Kurpark, überqueren die Oder und gelangen zum ehemaligen Bergwerk Scholmzeche.

Hier wurde das Besucherbergwerk Scholmzeche eingerichtet. Der 1837 dort angelegte horizontal in den Berg getriebene Stollen ist ein Eisenstein-Suchstollen, der mit Schlägel und Eisen rund 4m hoch und 1,5m breit mit Muskelkraft entstand. Auch kann man bei einer Besichtigung den Stollen Aufrichtigkeit anschauen, in dem einst Kupfererze abgebaut wurden.

Links lassen wir die Oder fließen bei unserem weiteren Weg durch die Natur. Wir kommen an einem Schwimmbad vorbei und nach Dietrichstal, das wir umrunden. Unser Weg folgt dem Oderlauf, vorbei an Odertal zum Ausgleichsbecken der Odertalsperre. Nahe dem Segelclub Bad Lauterberg ist die Glockentalhütte mit Gastronomie sowie der Campingplatz Glockental. Auch kommen wir an der Marien-Quelle vorbei.

Die Odertalsperre wurde nach dreijähriger Bauzeit 1934 in Betrieb genommen und hat rund 136ha Wasseroberfläche. Man darf dort Angeln, Baden, Segeln und Surfen.

Die Wegeführung bringt uns aufwärts, vorbei an der Herzbeeks-Ecke und dem Jagdkopf und weiter in Zielrichtung Stöberhai. Der Berg ist bewaldet, unten sieht man häufiger Buchen und oben kommen Fichten ins grüne Spiel. Rund um den Gipfel ist eine Lichtung. Der Stöberhai (Stempelstelle der Harzer Wandernadel) war mal berühmter Horchposten der Bundeswehr, die dort einen von fünf Aufklärungstürmen betrieb, um den militärischen Funkverkehr der DDR abzulauschen. 38kg Sprengstoff ließen 2005 den Turm Geschichte werden. Am Stöberhai führt auch der Harzer Baudensteig vorbei.

Über den Wanderweg Steinatalstraße gehen wir durch den Wald zum Lärchenplatz mit der Schutzhütte Am Jagdkopf. Wir halten uns in südwestliche Richtung und zum Quitschenkopf, wo wir auf den Weg Quitschenköpfe kommen. Der bringt uns weiter abwärts und auf den Oberer Scholbenweg und an der Scholbenhütte vorbei. Über die Brunepromenade sowie die Scholmwehrbrücke kehren wir über die Oder nach Bad Lauterberg zurück, wo wir uns noch die Stadt mit der St. Andreas Kirche mit zwei Emporen im Inneren ansehen wollen.

Bildnachweis: Von Thommi6967 [Public domain] via Wikimedia Commons

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