Wallenborn

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Rund 10km südwestlich von Daun, der Kreisstadt in der Vulkaneifel, liegt Wallenborn. Seinen Namen verdankt der Ort, der erstmalig 1225 urkundlich als Wallenburne auftauchte, dem Wallenden Born, den der Volksmund auch Brubbel nennt.

Der Wallende Born oder Brubbel lockt jährlich rund 60.000 Besucher an, denn er ist einer der wenigen Kaltwassergeysire in Europa. Etwa alle 35 Minuten spuckt er eine bis zu 4m hohe Fontäne in den Himmel. Der Brubbel ist von einem Platz umgeben, von wo aus rund hundert Menschen dem Spektakel zusehen können und Abstand bewahren sollten. Zunächst brubbelt es nur ein wenig aus der Einfassung, bis sich dann der Luftdruck unterirdisch erhöht und das Wasser herausschießt, was nur einige Momente dauert. An das Entweichen der Luft mit Wasser erinnert dann lediglich ein weniger erfrischendes Aroma.

Ursache ist der Vulkanismus in der Eifel. Das Wasser wird unter der Erde mit Kohlenstoffdioxid angereichert, bis es genug davon hat und die Gase wieder loswerden will. Was normalerweise ohne viel Aufhebens auf einer weiten Fläche passieren würde, bündelt sich in Wallenborn durch das Loch, welches ins Grundwasser gebohrt wurde. Jetzt ist die Mofette (Austrittspunkt von Kohlenstoffdioxid) durch die bauliche Maßnahme 1975 eine Fontäne und ein Publikumsmagnet. Die heutige Einfassung und letzte Sanierung erfolgte 2001.

Insgesamt verfügt Wallenborn über sechs Mineralquellen und das vormals periodische Auftreten der Fontäne wurde 1933 bei Bohrungen nach Kohlesäurevorkommen eher zufällig entdeckt. Wenn der Born mal nicht außer sich ist, empfiehlt sich ein Abstecher zur katholischen Filialkirche St. Sebastian. Der Saalbau stammt aus dem Jahr 1814 und wurde 1951 erweitert. Die in Wallenborn zu sehenden Wegekreuze stammen aus dem 17. Jahrhundert. Das Heiligenhäuschen in der Neue Straße wird mit dem Baudatum 1812 angegeben.

Der 3,5km lange Brubbelpfad beginnt natürlich am Geysir und führt durch Wallenborn zunächst in nördliche Richtung, um dann im Uhrzeigersinn in den südlichen Teil des Dorfes zu gelangen. Auf dem Weg bieten Infotafeln Einblicke in die Landschaft, in das Ortsleben und in den Dialekt von Wallenborn. Viel Spaß heißt dort z.B. Fill Spaas.