Von Spindlersfeld über Alt-Köpenick zum Müggelsee (Berlin)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑76m  ↓72m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein Tag am See, in dem Fall: am Berliner Müggelsee, mit einer Fläche von 743ha dem größten der vielen Berliner Seen. Und damit der Tag am See gut anfängt, fahren wir nicht bis an den See, sondern verbinden den Ausflug mit einer kleinen Stadtwanderung, die durch den historischen Kern von Köpenick führt. Los geht’s an der S-Bahn-Station Spindlersfeld, die von der S 47 aus Neukölln kommend angefahren wird.

Spindlersfeld ist eine Ortslage im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Seinen Namen verdankt das Spindlersfeld der ehemals größten Wäscherei des Landes und dem Pionier der chemischen Reinigung, dem Spindler-Werk, das hierhin 1873 aus der Berliner City expandierte. Durch die Ernst-Grube-Straße und die Ottomar-Geschke-Straße geht es in den kleinen Mentzelpark und an die Mündung der Dahme in die Spree. Übrigens: der größere Fluss rechterhand ist die Dahme. Die Spree kommt durch den kleinen Katzengraben von vorne, übernimmt ab hier aber die „tragende“ Rolle.

Wir begleiten die Dahme aufwärts bis zur Langen Brücke, die man in Berlin auch als Seufzerbrücke kennt, weil sie vornehmlich zur Geisterstunde so herzzerreißend ächzt. Von der Langen Brücke hat man einen schönen Blick auf Schloss Köpenick, in dem heute ein Teil des Kunstgewerbemuseums Berlin untergebracht ist.

Nachdem die Dahme überquert ist, geht es auf der anderen Uferseite zum Rathaus von Köpenick. Das Rathaus Köpenick wurde 1901-05 im Stile der Backsteingotik erbaut. Blickfang ist der 54m hohe Rathausturm. Weltbekannt wurde das Rathaus Köpenick bereits ein Jahr nach seiner Fertigstellung, als der arbeitslose Schuster Friedrich Wilhelm Voigt in einer zuvor erworbenen Hauptmannsuniform den Bürgermeister verhaftete und sich der Stadtkasse bemächtigte. Erst zehn Tage später konnte der Hauptmann von Köpenick dingfest gemacht werden.

Über die Dahme-Promenade, die offiziell Luisenhain heißt, geht es zur Freiheit und weiter zum Katzengrabensteg, auf dem die Spree passiert wird. Man erreicht den im 18. Jahrhundert angelegten Bellevuepark und kommt über die Salvador-Allende-Brücke wieder auf die andere Speeseite.

Hier folgt man der Spree flussaufwärts bis hinauf zum Müggelsee. Durch den Spreetunnel Friedrichshagen läuft man unter der Spree zum anderen Ufer, wo die Müggelpark Gelegenheit zum Verweilen gibt. Das letzte Wegstück leitet schließlich durch die Schwarnweberstraße hinauf zum Kurpark Friedrichshagen. Hier stößt man auch auf den S-Bahnhof Friedrichshagen, mit dem man per S 3 Richtung Ostkreuz zur Ringbahn fahren kann.

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