Von Rattenberg zum Kreuzhaus und über Teufelsmühle zurück


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 0 Min.
Höhenmeter ca. ↑603m  ↓603m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Rattenberg ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Bayerischen Wald und gehört zur Urlaubsregion St. Englmar. Hier starten wir unsere schöne Tageswanderung, die uns zum Kreuzhaus, zur Hanslhütte und auf dem Rückweg an der Teufelsmühle - einer bekannten Felsformation - vorbei führt.

Wir starten am Posthotel Rattenberg, einem bekannten Wander- und Wellnesshotel im Bayerischen Wald. Gegenüber steht die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus. Sie hat einen Turmunterbau und eine Apsis im spätromanischen Stil. An der Ostseite des Turmes befindet sich ein Steinrelief, der sogenannte Trutzkopf. Der stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert.

Durch Perlbachstraße, Amselweg und Bergweg verlassen wir das Zentrum von Rattenberg, kommen vorbei am Naturcampingplatz Perlbach und passieren dann die Wohnplätze Oberumwangen und Zierling. Hinter Zierling passieren wir einen schönen Aussichtspunkt und nehmen dann zusammen mit dem bekannten Goldsteig den Aufstieg hinauf nach Kreuzhaus.

Hier steht auf einer zu Haibach zählenden Waldlichtung der Berggasthof Kreuzhaus. Hier kann man gut eine Zwischenrast machen. Es gibt bayerische Küche und natürlich erfrischende Kaltgetränke.

Wer noch ein wenig durchhält, kann sich die Pause noch für einen guten Kilometer aufsparen. Dann kommt man zur Hansl-Hütte, einer beliebten Wandereinkehr, die bekannt ist für gute Brotzeiten, hausgemachte Kuchen und das urige Ambiente.

Über den Haibacher Ortsteil Riedelswald kommen wir nach Vornwald und Redlmühl, die beide wieder zu Rattenberg zählen. Hinter Redlmühl verlassen wir den Goldsteig wieder und wandern durch ein ruhiges Waldgebiet entlang des Westflanke des Bernhardsnagels (896m). Später kommen wir durch Zeitlhof und Zell, beides kleine Wohnplätze, die zur Gemeinde Prackenbach gehören.

Über Friedenstadl kommen wir dann zur Teufelsmühle, einer mauerartige, doppeltürmigen Gipfelklippe aus Granit mit Wollsack- und Matratzenverwitterung. Viele Sagen und Legenden ranken sich um diese ungewöhnliche Felsformation. 

Die bekannteste Teufelsmühle-Sage erzählt sich so: Vor langer Zeit lebte ein Müller bei der Teufelsmühle. Seine Mühle war alt und der Müller arm. Eines Tages erschien der Teufel und bot dem Müller einen Handel an. Um zu neuem Reichtum zu gelangen, versprach er ihm eine neue Mühle. Als Gegenleistung sollte der Müller jede Woche ein Goldstück in einen Stiefel werfen. Sollte der Stiefel voll sein, wollte der Teufel den Stiefel und den Müller holen. Der Müller tat wie ihm geheißen und warf jede Woche ein Goldstück in den Stiefel. Jedoch wuchs das Geld im Stiefel nicht an, denn der Müller hatte einen Stiefel mit einem Loch in der Sohle ausgewählt. Jedes Mal, wenn der Teufel nachschaute, war der Stiefel nicht voll. Als der Teufel hinter die List kam, geriet er außer sich, nahm riesige Felsen und warf sie auf die Mühle.

Von der Teufelsmühle aus wandern wir über Oberstein und Unterstein zurück nach Rattenberg. Hier können wir im Posthotel die verlorenen Kalorien in der sehr guten Gastronomie wieder nachfüllen. Das Posthotel verfügt auch über einen guten Wellness-Bereich - was bei knapp zwanzig Wanderkilometern auch vielversprechend ist.

Bildnachweis: Von Rosa-Maria Rinkl [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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