Von Marl-Sinsen zur Füchtelner Mühle in der Steveraue Olfen (Hauptwanderweg X4)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑294m  ↓304m
Hauptwanderweg X4 von Marl nach Olfen

Der Bezirk Emscher-Lippe des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) hat von Marl bis in die Steveraue in Olfen den Hauptwanderweg X4 ausgeschildert. Der Wanderweg beginnt am Bahnhof Marl-Sinsen.

Der Bahnhof Marl-Sinsen wird regelmäßig vom Rhein-Haard-Express (von Münster über Haltern am See, Gelsenkirchen, Essen und Duisburg nach Düsseldorf) und dem Niers-Haard-Express (von Münster über Recklinghausen, Mülheim an der Ruhr und Krefeld nach Mönchengladbach) bedient.

Vom Bahnhof aus leitet der Hauptwanderweg X4 ins Marler Naturschutzgebiet Die Burg, das sich rund um die überwachsenen Wälle einer ehemaligen Erdburg erstreckt. Die Sinsener Burg gilt als Fliehburg, in die man sich vornehmlich im 7. und 8. Jahrhundert zunächst gegen die einfallenden Sachsen und später gegen die das Land erobernden Franken zurückzog.

Man passiert die Haltener Straße, später die Bahnlinie und kommt dann durchs Silvertbachtal vorbei an der Halde General Blumenthal 8. Der X4 leitet nach Oer-Erkenschwick und dann an den Südrand des weitläufigen Waldgebiets Haard.

Vorbei am Wanderparkplatz Katenkreuz geht es auf dem X4 hinauf zum Wesel-Datteln-Kanal, den man auf Höhe von Ahsen quert. Es geht durch Ahsen, einem Stadtteil von Datteln, hindurch zur Lippe, die wir ebenfalls hinter uns lassen und dann auf den Tier- und Freizeitpark Gut Eversum stoßen.

Der Hauptwanderweg X4 nimmt uns auf dem letzten Stück mit nach Olfen und zwar in die Steveraue Olfen, eine renaturierte Auenlandschaft, die sich linksseitig entlang der Stever von der Alten Fahrt des Dortmund-Ems-Kanals im Osten bis zur Kökelsumer Straße mit der Füchtelner Mühle im Westen hin zieht. Die grundwassernahen Terrassen- und Talsanden der Stever sind wichtige Überschwemmungsgebiete zur Entlastung bei Hochwasser. Seit 2002 wird die ca. 80 Hektar große Steveraue nicht mehr intensiv landwirtschaftlich genutzt. Heckrinder, Konik-Pferde und Esel weiden halbwild und halten die Flächen offen.

Ziel der Wanderung ist die Füchtelner Mühle direkt an der Stever. Die Geschichte der Füchtelner Mühle lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Die Stever ist ein 58km langer Zufluss der Lippe. Das Stevertal von der Quelle bis zur Mündung wird seit alters her Stevergau genannt, der zusammen mit dem Dreingau die Landschaft des südlichen Münsterlandes bildet.

Bildnachweis: Von Dietmar Rabich [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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