Haard-Wanderung auf den Stimberg und zum Feuerwachturm Farnberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑189m  ↓189m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Haard wird nördlich vom Wesel-Datteln-Kanal begrenzt und südlich liegt Oer-Erkenschwick, von wo aus wir in die „grüne Lunge des Ruhrgebiets“ wandern wollen. Grüne Lunge des Ruhrgebiets, so wird das beliebte Waldgebiet Haard auch gerne genannt.

Man trifft auf erstaunlich viel Mischwald, der sich in den sandigen Boden krallt. Auch eine ganze Reihe Anhöhen gibt es und wir gehen auf die höchste, den Stimberg auf 157m, umrunden den Farnberg mit 136m, besteigen den Feuerwachturm Farnberg, kommen am Heiligen Baum vorbei sowie einer Jugendbildungsstätte, die Falken im Namen tragen.

Zwischen knapp 60 und 150m geht’s munter auf und ab, mit Start vom Parkplatz Am Stimbergpark. Auf der einen Seite ist ein Waldfriedhof, auf der anderen ein Schwimmbad, an der Ecke ist das Hotel Stimbergpark. Wir überschreiten den Haardgrenzweg und stehen im Wald.

Nach etwa 1km sind wir auf den rund 150m und dem Stimberg, wo die Bundesnetzagentur einen Sendemast betreibt. Auf dem Stimberg sehen wir verkieselten Sandstein oder den Teufelsstein, ein interessant geformter Quarzitblock. Das Quarzitgestein vom Stimberg (=Steinberg) war in der Umgebung für den Haus- und Hofbau beliebt. Stimberg-Stein ist zum Beispiel in der Stadtmauer von Recklinghausen verbaut.

Wir gehen durch den Mischwald erst ein Weilchen abwärts und dann hinauf zum Farnberg. Nach insgesamt 3km können wir auf den Feuerwachturm Farnberg klettern. Der 38m hohe Stahl-Turm bietet, sofern man die 179 Stufen hinaufsteigt, einen herrlichen Blick über die Haard, ins Umland des Ruhrgebiets und bei guten Verhältnissen, bis ins Münsterland.

Auf den nächsten etwa 2,6km des Wegs durch den Wald lassen wir Höhenmeter und kommen zum Heiligen Baum. Das große Holzkreuz erzählt per Infotafel von der Geschichte dahinter, die mit einer germanischen Gerichtsstätte verbunden ist, dem heiligen Suitbert, seiner Mutter und ihrem Traum. Auch erfahren wir, dass die Rasenerzsteine in der Haard auf Latein aerer heißen, was wiederum Basis des Namens Oer sein soll.

Um diese Info reicher wandern wir in südliche Richtung und stoßen nahe dem Falkenzentrum Oer-Erkenschwick auf die Flaesheimer Straße. Von dort geht es zur Mutter Wehner, ein Café-Restaurant mit Ponyhof, wo wir uns stärken können. Noch 2,5km Waldluft schnuppern und wir sind zurück am Stimbergpark. Und wer es noch nicht wusste oder unterwegs gehört hat: Oer spricht sich mit einem langen O und einem separaten „er“.

Bildnachweis: Von Mag4music [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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