Von Herzberg hinauf zum Knollenturm und zurück durchs Siebertal (Harz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 23 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑460m  ↓460m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Rundwanderung führt uns durch das Siebertal, wir genießen Aussichten vom Knollenturm, entdecken die „Esperanto-Stadt“ Herzberg am Harz mit dem Juessee und dem sehenswerten Schloss Herzberg auf dem Schlossberg (275m). Höhen und Täler, Natur und Kultur sind unsere Wanderbegleiter.

Die Runde hat ihr Start und Ziel am Bahnhof Herzberg, der an der Bahnlinie von Northeim in Niedersachsen nach Nordhausen in Thüringen führt. Wir gehen gegen den Uhrzeiger, erst die Natur, dann die Kultur.

Vom Bahnhof aus halten wir uns gen Süden und entlang der Duderstädter Straße (L 530), die wir überqueren. Kurz drauf biegen wir nach links ein, durchstreifen eine Feldflur in östlicher Richtung und passieren die B 27/B 243. Wir folgen dem Weg am Eichelgraben, links ist ein Wäldchen am Knickelberg. Das Bächlein Eichelgraben überqueren wir, biegen rechts ab und kommen in den Wald zur Schutzhütte am Schweinekopf.

Durch Wald und Wiese gehen wir auf dem Königsbergweg, kommen an einem Fliegerdenkmal vorbei, über eine Wegekreuzung, die uns zum Brandkopf auf circa 467m bringt. Weiter geht es über die Büstenkopfschneise. Wir tangieren den Kleinen Knollen (631m), der sich rechts von uns erhebt. Unser „Bergfest“ ist der Große Knollen (687m) mit der Knollenbaude und dem Knollenturm. In etwa ist die halbe Runde geschafft und wir haben eine Pause verdient!

Der Große Knollen ist ein Porphyrvulkan (Porphyr: altgriechisch für Purpur) und man sieht hin und wieder rötliches Gestein im Felsen. In der Gegend wurde früher auch Eisenerz abgebaut. Um uns herum wachsen Buchen und einige Fichten. Der gemauerte Knollenturm aus dem Jahr 1904 ist 20m hoch und man hat einen prima Blick, bei guter Fernsicht sogar bis zum Großen Inselsberg (917m) im Thüringer Wald. Man kann sich am Knollen einen Stempel für die Harzer Wandernadel abholen. Hier laufen unter anderem der Harzer Baudensteig und der Europäische Fernwanderweg E 6 entlang.

Das nächste Stück geht es gen Westen und durch Wald. Wir kommen vorbei an der Schutzhütte Jägerfleck. An der Kreuzung gehen wir erst rechts und gleich wieder links zur Lübbersbuche am Grimmberg (550m). Wir halten uns rechts und bleiben auf dem Weg, während wir uns der Sieber nähern.

Aus nordöstlicher Richtung wandern wir nach Herzberg hinein. Wenn wir auf die Straße „An der Trift“ stoßen, gehen wir zwei Mal rechts und durch die Knollenstraße, dann durch den kleinen Kurpark. Ziel ist die Innenstadt von Alt-Herzberg mit dem schmucken Marktplatz, dem Rathaus und dem Juessee.

Wir folgen dem Mühlengraben zum nächsten Highlight mit dem Schloss Herzberg auf dem Schlossberg. Hier ist auch ein Museum. Das große Fachwerkschloss hat 180 (!) Zimmer und wurde nach einem Feuer 1510 wieder aufgebaut. Wir machen noch einen Schlenker „Am Burghals“ und kommen über den Weinberg mit einer B27-Überquerung zurück zum Start der 22,4km langen Runde.

Bildnachweis: Von Kassandro [GFDL], via Wikimedia Commons

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