Herzberger Wasseracht (Harz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑54m  ↓54m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Name macht der Rundwanderung alle Ehre, denn wir gehen eine Acht mit einem großen und einem kleinen Bogen und begleiten dabei das Wasser. Der große Bogen führt uns entlang der Sieber und des Mühlengrabens rund um den Kern von Alt-Herzberg, der kleine Kreis leitet uns um den Juessee.

Wenn man unterwegs etwas hört, das an Spanisch erinnert, dann ist das vielleicht die „Plansprache“ Esperanto, erfunden 1887 von einem polnischen Augenarzt, der damit ein Mittel an die Hand geben wollte, „die Gleichgültigkeit der Welt zu überwinden“ – für eine internationale Kommunikation. In Herzberg haben die „Esperantisten“ ein Sprach-Zentrum und die Stadt nennt sich seit 2006 „Esperanto-Stadt“. Die Plansprache mit indo-europäischen Wurzeln, erfreut sich wachsender Beliebtheit. La esperanza aus dem Spanischen und heißt die Hoffnung.

Herzberg liegt am Südrand des Oberharzes. Oberhalb vom Ortskern erhebt sich das Schloss Herzberg mit Museum. Am Schlossbahnhof-Parkplatz beginnen wir die Herzberger Wasseracht. Die imposante Vierflügelanlage des Schlosses hat ihren Ursprung im 11. Jahrhundert. 180 Zimmer hat das 1510 wieder errichtete Schloss in Fachwerkbauweise.

Wir überqueren die Gleise, halten uns rechts und kommen zu einem kleinen See, der Ochsenpfuhl heißt. Wir überqueren die Osteroder Straße (B243), halten uns links und gehen durch die Poststraße. Rechts ist die katholische St. Joseph Kirche, einschiffig, im Stil der Neugotik aus dem Jahr 1895.

Am Denkmal für „Doktoro Esperanto“, Ludwig Lejzer Zamenhof, so hieß der polnische Augenarzt, gehen wir nach rechts in die Straße „An der alten Mühle“ und folgen dem Mühlengraben. Ziel ist das kleine Runde um den Juessee. Dabei kommen wir an der klassizistischen Nicolaikirche vorbei, die 1845 geweiht wurde.

Auf dem Juesweg um den etwa 6,8ha großen Juessee, entstanden aus zwei Erdfällen, finden sich ein Freibad und mehrere Aussichtspunkte. Nach der Seeumrundung folgen wir weiter dem Mühlengraben durch die Straße „An der Nagelschmiede“, kommen am Marktplatz mit Fachwerk sowie Rathaus vorbei und gehen in die Königsallee. Wir halten uns in nordöstliche Richtung und kommen zur Sieber mit dem Naturschutzgebiet und wir überqueren den Fluss.

In der Nähe, wo die Lonau in die Sieber mündet, ist der 10m hohe natürliche Lonauer Wasserfall zu bewundern. Wir folgen weiter der Sieber entlang dem Domeyerweg an dem der Domeyerpark liegt, benannt nach Senator und Ortsbürgermeister Wilhelm Domeyer (1841-1922). Im langgestreckten Park stoßen wir auch auf unterschiedliche aktuelle Kunstwerke. Nachdem wir die B243 überquert haben, sind wir auf dem Rückweg zum Schloss Herzberg.

Bildnachweis: Von Thomas Binder [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

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