Lonauer Wasserfall und Juessee: Rundtour in Herzberg am Harz


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑693m  ↓693m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Auf dieser Wanderung, die uns auch in den Nationalpark Harz führt, steigern wir uns dreimal im Höhenzüge erklimmen. Von Herzberg am Harz aus, das wir im Inneren auch auf der Rundwanderung Herzberger Wasseracht kennenlernen können, geht’s zum verträumten Örtchen Lonau hinauf, an die Große Lonau hinab, über den Hirtenberg und an die Sieber hinunter, via Höxtertal auf den Grimmberg (550m).

Mit dem Eichelbach rutschen wir wieder hinunter, quasi bis in den Juessee. Oberhalb von Herzberg erhebt sich das Schloss Herzberg mit Ursprung im 11. Jahrhundert und mit Museum.

Herzberg am Harz nennt sich „Esperanto-Stadt“, und ist ein Treffpunkt von Menschen, die diese weltweite „Plansprache“ mit indo-europäischen Wurzeln sprechen. Ein Ziel der „Brückensprache“ ist es, die internationale Kommunikation zu verbessern, im Hinterkopf womöglich die Idee: wer miteinander spricht und sich versteht, bekriegt sich nicht. Wer miteinander wandert, tut das sicher auch nicht.

Wir gehen vom zentralen Parkplatz Hindenburgstraße mit dem Alten Rathaus am anderen Ende des Marktplatzes, sehen auch Fachwerk und gehen nach rechts in die Königsallee. Die Wanderung führt uns über die Sieber, in die die Lonau einmündet. Sehr schön ist auch der nun folgende natürliche Lonauer Wasserfall, wo sich der Bach über 10m hinabstürzt.

Wir nehmen die Lonau zum Geleit und kommen in den von Buchenwald umgebenden Luftkurort Lonau, queren die Kleine Lonau, die der Großen zufließt. Im Ort ist die hübsche Gemeindekirche St. Michaelis, die 1883 aus roten Backsteinen gemauert wurde. 

Wald empfängt und wieder, wenn wir am Hirtenberg wandern, mit dem Paradies als Ziel. Das heißt hier an der Sieber wirklich so. Die Straße hierdurch ist dem Naturschutzgebiet ausgeklammert. Waldreich wandern wir den Höxterweg über den Grimmberg und folgen dem Weg Am Eichelbach, erst mit Wald, dann mit Wiesen und schließlich auch bestelltem Land. Der Eichelbach fließt in den Juessee in Herzberg.

Der rund 6,8ha großen Juessee, entstand aus Erfällen. Man findet Aussichtspunkte am Ufer und ein Freibad. Wer abtauchen will, kann das auch tun, denn es gibt auch einen Tauchverein. Wenn der Taucher dann noch ein Sonntagskind ist, könnte er oder sie das von der Sage beschriebene Schloss im See vielleicht sehen, das dort verflucht und versunken sein soll, weil es eine gemeine Herrin hatte, die einem Hungernden ein Stück Brot mit Dreck servierte – das blieb nicht ungestraft. Apropos Hunger: Wir kommen ins Zentrum von Herzberg und dort gibt es genügend Möglichkeiten, dem zu begegnen.

Bildnachweis: Von Thomas Binder [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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