Von Hörschel auf den Kielforst weiter nach Herleshausen durch die Werra-Aue zur Ruine Brandenburg


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Länge: 21.21km
Gehzeit: 05:19h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Heute nehme ich Sie mit auf eine Wanderung im Mittleren Werratal auf dem Gebiet an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Herleshausen und Hörschel. Viele fahren über die BAB 4 einfach nur durch das Werratal als schnelle Straßenverbindung; bewundern vielleicht noch die Relikte der Burgruine Brandenburg und die imposante Streckenführung der Autobahn, wo bei Hörschel eine 700 m lange und 85 m hohe Spannbetonbrücke die Werra überwindet. Doch ein Abstecher lohnt sich! Von der Autobahn sehen wir direkt aufsteigend Klippen mit Steilabbruch an diesem Streckenabschnitt.

Besonders reizvoll war es einen Weg durch den "Kielforst" auf dem Plateau des Steilabbruchs zu finden. Ganz besonders zur Jahreszeit (April-Mai) war das Blättermeer des Bärlauchs zu bewundern, was auch geruchlich durch seinen feinen Knoblauchduft wahrzunehmen ist. Hier bewegen wir uns am unmittelbaren "Todesstreifen" von dem außer den Betonplatten und einem Aussichtsposten nichts mehr auf seine Gefährlichkeit hinweist. Ausnahme ist ein Warnschild auf dem Kielforst, das vor Begehen des Geländes abseits der Wege warnt, weil noch Landminen hier lagern würden.

Bei Herleshausen (Hessen) durchschreiten wir die Werraaue und überqueren bei Lauchröden die Werra. In der Flussmitte befindet sich die ehemalige Innerdeutsche Grenze. Heute ist dieser Weg nur von Radfahrern oder Fußgängern zu passieren. Wenig später befinden wir uns am Aussichtspunkt "Gustavs Ruh". Weiter führt der Weg zur Burgruine Brandenburg, einer damals imposanten Burg (romanische Doppelburg) im Werratal. Die Machthaber der DDR ließen die Burg, im sogenannten Niemandsland, verfallen. Seit 1990 kümmert sich ein Förderverein um den Erhalt der Burg.

Bis zu unserem Ziel Hörschel ist es noch ein Stück zu laufen, was wir in der Ferne aber durch den Brückenbogen der Autobahn schon gut erkennen können. Wir steigen ab nach Groningen durchschreiten den Ort und steigen nochmal vor Wartha durch die offene Landschaft nach oben. Bei Neuenhof, das schon zu Eisenach gehört, folgt der Weg schmal auf einem Wiesenweg am Werra-Ufer entlang. In Hörschel durchschreiten wir noch das Rennsteigtor. Hier beginnt der 170 km lange Höhenwanderweg über den Thüringer Wald. Wenige Meter trennen uns noch vom Wanderparkplatz, der in der Nähe des Bahnhofs liegt, d.h. die Wanderung kann auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden.

Autor: mondim
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