Rennsteig-Rundtour zur Brandenburg und ins Werratal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑466m  ↓466m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In Hörschel, wo der Rennsteig im Naturpark Thüringer Wald beginnt, fließt die Hörsel in die Werra. Mit der Werra wandern wir ein Stück bis zu einem Wahrzeichen in diesem Teil des Thüringer Walds, der Burg Brandenburg aus der Zeit der Staufer. Sehr viel Abwechslung bietet die Runde durch den Landstrich zwischen Wasser, Feldflur und Wald.

Beim Mündungsdreieck der 55km langen Hörsel in die fast 300km lange Werra ist der Rennsteigparkplatz an der Rennsteigstraße unser Start und Ziel. Über die Hörsel gehen wir nach Hörschel (Ortsteil von Eisenach) hinein, hier sind die Straßen gepflastert und wir sehen die evangelische Kirche (1905) im Stil des Historismus.

Dann sind wir am Tor zum Rennsteig, bei einem geodätischen Referenzpunkt, wo wir unser GPS kontrollieren können. Auf dem Rennsteig wird’s aufwärts gehen, durch Wäldchen, Wiesen, Felder und zur Rennsteig Schutzhütte mit Aussichten über Landschaft und Höhenzüge.

Nach etwa 3,3km biegen wir nach rechts, halten uns in westliche Richtung, treffen auf Weiden und kleine Weiher, umrunden mit Wald den Großen Herzberg (382m) und nehmen die Burg Brandenburg in den Fokus.

Die Brandenburg-Ruine erreichen wir durch die Kulturlandschaft, nach insgesamt 11km. Einst hatten Wartburg-Grafen die Brandenburg zum Wegeschutz in Auftrag gegeben. Die Doppelburg, aus einer älteren Ost- und einer etwas jüngeren Westburg stand in den geteilten Zeiten absolut im Abseits möglichen Interesses. Es war Sperrgebiet. Jetzt ist das anders. Man hat restauriert, was möglich war, ein Museum öffnet saisonal und man genießt eine fantastische Aussicht über das Werratal.

Wir wandern durch Wald- und Feldflur nach Göringen mit alter Dorfkirche, die Mauern aus der Zeit um 1200 aufweist und teils aus Fachwerk ist. Weiter geht’s nach Wartha (einem der Grenzübergänge zwischen der DDR und der BRD), dessen Kern auf der anderen Seite der Werra liegt, wo auch die älteste und kleinste Fachwerkkirche Thüringens aus dem Jahr 1586 zu finden ist. Wir müssten über die Brücke, um das aus der Nähe zu sehen.

Durch die Werrauenlandschaft kommen wir nach Neuenhof. Der älteste Teil der evangelischen Kirche ist der einstige Wehrturm aus dem Jahr 1492. Das neugotische Schloss Neuenhof (privat) stammt aus dem Jahr 1863 und entstand anstelle einer Burg auf dem Hochufer an der Werra. Man sieht wehrhaftes Mauerwerk, Treppengiebel, einen Fachwerkanbau.

Schloss Neuenhof war in der DDR Altenheim, Kaserne, diente Wohnzwecken und Kinderbetreuung und beherbergte, was sonst untergebracht werden musste. Die Nachfahren der Erbauer erwarben und sanierten es. Der historische Schlosspark ist ein Frühwerk des Gartengestalters Eduard Petzold und gilt als Denkmal der Gartenkunst des 19. Jahrhunderts. Wir nehmen die Werra zur Linken und wandern mit ihr nach Hörschel.

Bildnachweis: Von ReneRei [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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