Rennsteig-Rundtour Hörschel-Stedtfeld


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑292m  ↓292m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Hörschel ist der Start bzw. das Ende vom Rennsteig im Naturpark Thüringer Wald. Hier fließt die 55km lange Hörsel in die rund 300km lange Werra. Was auch fließt, ist der Verkehr der A 4 mit der viel abgelichteten Werratalbrücke, die mit 732m zu den größten Spannbetonbrücken der DDR gehörte. Sie wurde 1984 eröffnet, ist 85m hoch und hat 13 Felder. Ein Stück weiter gen Osten war der Grenzübergang Wartha/Herleshausen.

Hörsel, A 4 und Thüringer Bahn werden uns zum Einstieg begleiten, wenn wir vom Rennsteigparkplatz aus loswandern, mit unterschiedlich hohen Gehölzen am Wegesrand, Wiesen und Feldern, über den Spickersberg und nach Stedtfeld, in dem 2017 ein Bergbaulehrpfad mit 9 Stationen angelegt wurde.

Stedtfeld gehört als Stadtteil zur Wartburgstadt Eisenach und hat so gar nichts städtisches. Wir sehen Einfamilienhäuser, Fachwerk, das Unteres Schloss mit einem Türmchen, einen alten Wehrturm namens Steinstock und davor das Fachwerk-Pfarrhaus nebst evangelischer Margarethenkirche, deren wehrhaftes Aussehen auf das 13./14. Jahrhundert verweist. Ihr Chor stammt aus dem 15. und das Schiff erhielt 1721 Umbauten.

Nicht auf unserem Weg, aber wesentlich mit Stedtfeld verbunden ist das Opel-Werk Eisenach, südöstlich. Man baute die Produktion so um, dass dort der Grandland X vom Band rollt und die rund 1.400 Beschäftigten erstmal aufatmen. Das sind fast doppelte so viele Opelaner als Stedtfeld Einwohner hat.

Wir kommen zu den Stedtfelder Teichen (Angelteiche) am Rangenbach und wandern aufwärts durch den Wald. Auf und ab geht’s über den Großen Eichelberg mit Aussichten und Rastmöglichkeit. Die Schutzhütte ist von Hörschel aus gesehen die erste am Rennsteig. Nach gesamt rund 7,6km sind wir hier auch etwa am höchsten Punkt der Wanderung bei ca. 370m und genießen die Ausblicke.

Noch 2,4km sind es bis zum Ausgangsort, die wir mit dem Rennsteig verbringen, locker abwärts. Im gepflasterten Hörschel ist ein GPS-Kontrollpunkt, das Tor zum Rennsteig und die Kirche (1905) wurde im Stil des Historismus errichtet.

Bildnachweis: Von Metilsteiner [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort