Von Burg Hayn durch die Luderbachaue zur Stangenpyramide (Dreieich)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 4 Min.
Höhenmeter ca. ↑200m  ↓200m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Mittelalter war die Rhein-Main-Ebene dicht bewaldet. Ein großes Gebiet, der sogenannte Wildbann Dreieich, diente als Jagdrevier der fränkischen Könige. In diesem Wildbann Dreieich wurde bereits im 10. Jahrhundert ein Jagdhof errichtet, aus dem später die Burg Hayn entstand.

Hier an Burg Hayn im Dreieicher Stadtteil Dreieichenhain starten wir unsere Runde. Wir parken am Altstadt-Parkplatz und gehen von hier zum Kreisverkehr und dann über die Felder. Es geht Richtung Golfplatz des Golf-Clubs Neuhof (der zu den Leading Golf Courses in Deutschland zählt).

Am Golfplatz queren wir den Luderbach und wandern dann zum Ebertsberg (192m). Es geht weiter durchs Naturschutzgebiet Luderbachaue von Dreieich, das einen 290ha großen Waldbestand umfasst. Die Luderbachaue ist eine alte Grünlandaue, die vermutlich aus Rodungen im 14. bis 16. Jahrhundert hervorgegangen ist. Die umliegenden Wälder wurden als Teil des Wildbanns Dreieich über mehrere Jahrhunderte hinweg hochwaldartig genutzt und enthalten zahlreiche Altbestände aus Buche und Eiche.

Vorbei an der Seibertswiese und der Flitterseewiese kommen wir wieder zurück zur Landstraße L 3317 und spazieren auf die Gebäude des ehemaligen Hofgut Neuhof zu. Hier gibt’s heute Clubhaus und Hotelbetrieb, eine Gutsschänke und ein Restaurant.

Jetzt wandern wir weiter zur Stangenpyramide, eine Kombination aus Landschaftskunst und Aussichtspunkt, das im Rahmen des Regionalparks Rhein-Main installiert wurde. Die Stangenpyramide besteht aus über 450 verleimten Rundhölzern von 24 Zentimetern Durchmesser. Sie stehen in einem regelmäßigen Raster mit einem Abstand von jeweils einem Meter auf der Grundfläche 18x24 Metern. Die Stangen am Rande der Pyramide messen 65 Zentimeter, die höchsten an der Spitze der Pyramide sind sechs Meter lang. Durch die Stangenpyramide kann man in alle Richtungen hindurchspazieren und blicken. Bei klarem Wetter kann man von hier die Aussicht auf die Frankfurter Skyline und bis zum Taunus hin genießen.

Vorbei am Winkelsmühlenweiher wandern wir jetzt wieder zurück zur Burg Hayn, dem Stammsitz der Herren von Hagen-Münzenberg. Die Reste des Wohnturms zählen in Deutschland zu den am besten erhaltenen Profanbauten aus der Salierzeit. Der Palas und der Bergfried sind noch erhalten. In der Burg befindet sich heute das Dreieich-Museum.

Bildnachweis: Von Big.N [GFDL] via Wikimedia Commons

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