Vom Schloss Strünkede ins Emschertal und zum Stadthafen Recklinghausen


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 1 Stunde 57 Min.
Höchster Punkt: 55 m
Tiefster Punkt: 41 m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wenn das Autobahnkreuz Herne die Mitte eines Zifferblatts wäre, würden wir heute auf dieser Runde zwischen 12 und 3 Uhr unterwegs sein. Wir gehen von Herne-Baukau aus auf Tuchfühlung mit Rhein-Herne-Kanal und Emscher. Eine Erkundung von Schloss Strünkede und eine Stippvisite am Stadthafen Recklinghausen machen die Runde sehr abwechslungsreich.

Start ist am Schloss Strünkede im Herner Stadtteil Baukau, in deren Bereich die Emscher, insgesamt 83,1km lang, die Grenze zu Recklinghausen bildet. Das Renaissanceschloss Strünkede ist ein Wasserschloss, umgeben von einem Schlosspark. Hier findet sich das Emschertal-Museum und in einer Villa (1886) die Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede.

Der Name Strünkede geht auf das Wort Strunk = gerodeter Baum zurück. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte das Schloss den Herren von Strünkede. Der Kern des Wasserschlosses wird im Ursprung auf das 14. und 15. Jahrhundert datiert. Es folgten An- und Umbauten. Die Schlosskapelle zeigt sich mit Spuren der Gotik. Sie findet zu feierlichen, kirchlichen Anlässen nach wie vor Verwendung.

Gegen den Uhrzeigersinn machen wir uns in nordöstliche Richtung auf und kommen am jüdischen Friedhof Herne vorbei sowie an einem Stück Ruhrgebietsromantik mit einem Kleingartenverein. Wir biegen nach rechts in die Straße Hoverskamp und folgen dem Rhein-Herne-Kanal bis zur Schleuse Herne-Ost, die wir bei Nord- und Südkammer überqueren. Die sogenannte Zwillingsschleuse ist die letzte von fünf Kanalstufen des Rhein-Herne-Kanals. 45,4km misst die Bundeswasserstraße, die 1906-14 angelegt wurde. Das erste Schiff auf dem Kanal hieß Tyd is Geld.

Es geht am Pumpwerk vorbei und durch die Natur zum Schleusenweg. Wir sind im Stadtteil Herne-Pöppinghausen, kommen auf die Röttgersbankstraße und durchqueren den Pantringshof, eine Siedlung im Stadtteil Herne-Horsthausen, entstanden im Zuge des sozialen Wohnungsbaus.

Über die Paul-Gerhardt-Straße überqueren wir die Emscher und biegen links in den Emscher-Weg ein und begleiten die Emscher, kommen am Südfriedhof vorbei und in den Bereich der Stadt Recklinghausen. Die hatte sich einen Stadthafen angelegt. Doch der Stadthafen Recklinghausen wurde im neuen Jahrtausend nicht mehr lohnenswert genutzt. Ein alter Kran am Westkai ist stummer Zeuge und das Gebiet entwickelt sich zu einem Gewerbe- und Freizeitareal.

Dort ist auch ein Umspannwerk mit technischem Museum, Teil der Route der Industriekultur. Dann überqueren wir die Emscher sowie den Rhein-Herne-Kanal und kommen über die Bahnhofstraße zum Ausgangsort des Spaziergangs zurück.

Bildnachweis: Von Frank Vincentz [GFDL] via Wikimedia Commons

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