Vom Schöneberger Südgelände zum Viktoriapark in Kreuzberg (Berlin)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 18 Min.
Höhenmeter ca. ↑42m  ↓42m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Vom Südkreuz bis zum Insulaner (78m), ein Trümmerberg an der Grenze zwischen den Berliner Stadtteilen Schöneberg und Steglitz, zieht sich das Schöneberger Südgelände. Hier wurde 1999 auf dem Gelände des früheren Rangierbahnhofs Tempelhof der Natur-Park Schöneberger Südgelände eröffnet.

Wir starten unsere Wanderung vom Schöneberger Südgelände zum Viktoriapark an der S-Bahn-Station Priesterweg, der von den S-Bahn-Linien 2 und 25 bedient wird, die über Friedrichstraße, Potsdamer Platz und Südkreuz den Priesterweg ansteuern. Das alte Empfangsgebäude von 1928 ist noch erhalten. Der modernere Südausgang wurde 1993 ergänzt. Hier befindet sich heute der Durchgang zum Natur-Park Südgelände.

Der Natur-Park Schöneberger Südgelände kostet Eintritt und ist daher auch nicht rund um die Uhr geöffnet. Wenn man außerhalb der Öffnungszeiten die Strecke gehen will, kann man durch den parallel verlaufenden Hans-Baluschek-Park spazieren.

Der Natur-Park Schöneberger Südgelände selbst bietet interessante Einblicke in die Technikgeschichte – u.a. durch eine alte Dampflokomotive und den markanten, 50m hohen Wasserturm. Vor allem geht’s im Schöneberger Südgelände aber um die Natur. Teile des Parks sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Weg durch das Naturschutzgebiet führt über 600 Meter Stahlgitter, die erhöht über den Waldboden führen, da sie auf Stahlrohren befestigt sind, die wiederum auf den alten Schienen liegen. Im Naturschutzgebiet gibt es einen Aussichtsturm.

Den Natur-Park Südgelände verlassen wir am Ende, queren über eine Brücke die Schienen und gehen zum 2003-06 errichteten Bahnhof Südkreuz. Durch das Bahnhofsgebäude hindurch wechseln wir erneut die Schienentrasse und marschieren zum 1927-28 erbauten St. Joseph Krankenhaus, Deutschlands geburtenstärkster Klinik, in der fast 4.000 Babys jährlich ihren ersten Schrei machen.

Durch einen Grüngürtel mit dem kleinen Kynastteich kommen wir zur Kirche auf dem Tempelhofer Feld, einer markanten Rundkirche, und folgen ab hier der Boelckestraße bis zur Dudenstraße. Hier biegen wir nach rechts und dann hinter dem Willi-Kressmann-Stadion wieder links in den Kreuzberger Viktoriapark.

Der Viktoriapark entstand 1888-94 in der Folge des bereits 1821 eingeweihten Nationaldenkmals für die Siege in den Befreiungskriegen. Als das aufgestellt wurde, hieß der Berg noch Tempelhofer Berg. Da das Denkmal durch ein großes Kreuz gekrönt wurde, änderte man die offizielle Sprachregelung und heute heißt gleich der gesamte Stadtteil Kreuzberg.

Der Kreuzberg (66m) ist Berlins höchste natürlich Erhebung. Vom Denkmal von der Spitze hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt und unter einem sprudelt in den Sommermonaten der bekannte Wasserfall am Kreuzberg. Denkmal und Wasserfall sind zugleich die beiden Höhepunkte im 13ha großen Viktoriapark, durch den wir jetzt auf die Kreuzbergstraße zu gehen und direkt in die Großbeerenstraße weiterlaufen.

An der Hagelberger Straße geht man rechts und sieht dann schon auf der rechten Seite Riehmers Hofgarten. Riehmers Hofgarten ist ein denkmalgeschütztes Bauensemble aus der Berliner Gründerzeit, dessen Haupteingang an der Yorckstraße gegenüber dem Kreuzberger Rathaus liegt. Der 1891-92 erbaute Block gilt als einer der schönsten Altbau-Ensembles in Berlin.

Schließlich geht man an der großen katholischen Pfarrkirche St. Bonifatius vorbei. Sie entstand 1906-07 im neugotischen Stil. Weiter die Yorckstraße hinunter stößt man auf den Mehringdamm. An der Kreuzung steht Berlins wohl bekannteste Curry-Bude, die Curry 36. Direkt dahinter erreicht man die U-Bahn-Station Mehringdamm an der Linie 6, die Richtung Stadtmitte und Friedrichstraße fährt.

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