Vom Kloster Ilsenburg zum Ilsestein


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑383m  ↓383m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ilsenburg liegt östlich der Grenze des Nationalparks Harz auf rund 250m. Hier fließt die Ilse (rund 43km), steht das Schloss Ilsenburg und ist eine einstige Benediktinerabtei, das Kloster Ilsenburg nebst Schlosspark. Wir wandern zum Vaterunser, der Paternosterklippe, die keinen Fahrstuhl beinhaltet, sondern eine andere Geschichte und die wir per angefügten Abstecher besuchen.

Start ist beim Schloss Ilsenburg und dem Kloster Ilsenburg, im Süden der Kleinstadt im Landkreis Harz. Das Kloster ist St. Petrus und Paulus geweiht. Es ist eine ehemalige Benediktinerabtei. Die Anlage geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Wir sehen eine interessante Gestaltung von Gemäuer mit aufgesetztem Glockenturm. Im Inneren der Klostergebäude haucht einen das Mittelalter an. Das Kloster liegt auch am Harzer Klosterwanderweg. Schloss Ilsenburg ist altersmäßig dagegen ein Küken und geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Es fügt sich sehr schön an die romanischen Bauten an.

Wir gehen ein Stückchen mit der Ilse gen Süden, beim Spielplatz öffnet sich die Runde. Linkerhand ist der Schlosspark. Die Wanderung folgt dem Uhrzeigersinn und wir nehmen langsam Fahrt auf, mit dem Mönchsgraben. Nach 1,6km an einer Wegkreuzung mit Schutzhütte biegen wir gen Süden ab, kommen an einer Jagd- und Forsthütte vorbei und machen deutlichere Höhenmeter durch den Wald. Links fließt die Schiffbeek/Grenzbach.

Nach ca. 3,4km sind wir auf gut 600m Höhe und bleiben eine Weile dort, mit Aussichten in den Harzwald. Nach rund 4,3km sind wir am südlichsten Punkt der Runde und halten uns rechts, um mit der Grenze des Nationalparks Harz weiter zu wandern, leicht abwärts. Nach ca. 5,7km bietet sich die Gelegenheit für den Abstecher zur Aussicht Paternosterklippe aus wollsackverwittertem Ilsetal-Granit. Der Name der Felsnadel bezieht sich auf eine Sage. Das letzte Vaterunser sollen hier Nonnen gebetet haben, die den Abgrund wählten, statt Raubrittern in die Finger zu geraten.

An unserer Runde liegt der Ilsestein (473m), auf dem ein Kreuz prangt, 160m über der Tallage. Im 11. Jahrhundert hatte König Heinrich IV. eine kleine Reichsburg dort. Man findet ein Kriegerdenkmal, genießt Blicke ins Harzvorland, über das Ilsetal und bis zum Brocken. Ein Gasthaus nebst Stempelstelle Nr. 30 zur Harzer Wandernadel fehlt auch nicht. Wir schlängeln uns weitere 3km bis zum Ausgangsort, wandern dabei durch den Harzwald abwärts ins Ilsetal, mit der jungen Ilse.

Bildnachweis: Von Heinrich Stürzl [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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