Vom Hof Sudermühlen zum Heidemuseum Dat ole Huus


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑145m  ↓145m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwischen dem Heidegehöft Sudermühlen und dem Heidedorf Wilsede wandern wir durch herrliche Heidelandschaft, im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, mit den Bächen Schmale Aue, Radenbach und Wilseder Bach. Wir lassen uns auf Pastor Bode ein und erleben Geschichte beim Heidemuseum Dat ole Huus. Der Heidschnuckenweg kommt auch hier vorbei.

Am Hof Sudermühlen an der Schmalen Aue starten wir, beim Restaurant und Hotel und wo die Schmale Aue kurz zu einer breiteren Aue gestaut ist. Die Schmale Aue misst ca. 27km und fließt in die Seeve. Wir queren den Bachlauf und sind auf dem Pastor-Bode-Weg. Der Pastor war ein wichtiger Wegbereiter für den Naturschutz in der Lüneburger Heide.

Wilhelm Bode, 1860 in Lüneburg geboren und 1927 in Wilsede verstorben, war evangelischer Pfarrer und ging als Heidepastor in die Geschichte ein. Er war Genossenschaftsgründer und Naturschützer. Er kaufte vom Geld des Professors Andreas Thomsen den Totengrund, der als Urzelle des Naturparks gilt, um den heute so geschätzten idyllischen Heideflecken nicht Spekulanten zu überlassen. Bode unterstütze auch den Lehrer Bernhard Dageförde beim Aufbau des Heidemuseums Dat ole Huus.

Wir wandern auf dem Pastor-Bode-Weg durch die Landschaft, die ihm so sehr am Herzen lag, und wir können ihn verstehen. Ruhig, idyllisch, ein bisschen entrückt, geht’s durch Heide mit Wacholder und Waldbestand an den Radenbach ins Radenbach-Tal. Der Radenbach entwässert zur Schmalen Aue.

Über ein Brückchen queren wir den Rodenbach und stoßen auf die Wilseder Straße, entlang der wir aufwärts nach Wilsede wandern. Der Ort liegt an der höchsten Erhebung im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, dem 169m messenden Wilseder Berg, der auch gerne das Herz der Lüneburger Heide genannt wird.

Dat ole Huus im Heidedorf Wilsede (Bispingen) ist eines der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands. Dat ole Huus (1742) zeigt sich mit Fachwerk als typisches Haus der Nordheide. 1907 holte der Lehrer Dageförde es aus Hanstedt nach Wilsede. Es zeigt wie die Heidebauern um 1850 lebten. Das Flett ist eine offene Wohnküche mit Feuerstelle, das hat was Heimeliges. Anhand des Fletts schätzt man, dass das Haus älter ist als angenommen. De Emhoff ist in Holzbauweise und typisch Südheide. Das Bauernhaus wurde 1609 in Emmingen (bei Soltau) gebaut und kam 1964 nach Wilsede.

Wir gehen ein kurzes Stück mit der Straße Wilsede, biegen nach links und folgen erneut dem Pastor-Bode-Weg durch die Heidelandschaft. Wir queren den Radenbach erneut und kommen mit Wald und Wiesen über die Schmale Aue, wo wir den Heidepastor verlassen und die letzten Schritte der Runde auf dem Alten Postweg bestreiten.

Bildnachweis: Von Chromdioxid [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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