Vogelherdhöhle und Charlottenhöhle: Höhlentour im Lonetal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑415m  ↓415m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Halbtageswanderung führt uns durch das idyllische Lonetal. Die Lone hat ihren Quelltopf in Urspring, mäandert von West nach Ost durch eine reizvolle Landschaft durch die Schwäbische Alb, um nach 38km bei Hürben in die Hürbe zu münden. Wir sind unterwegs im UNESCO-Weltkulturerbe Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb.

Die Runde liegt zwischen Stetten ob Lontal, mit dem Infozentrum Archäopark Vogelherd, und bringt uns nach Burgberg (Stadt Giengen) mit der sehenswerten Höhlenerlebniswelt Charlottenhöhle sowie der historischen Alten Mühle.

In Stetten ob Lontal (Niederstotzingen) starten wir von einem Parkplatz an der Bissinger Straße/Am Ziegelhau und biegen in den Hans-Voith-Weg ein, der uns zum Archäopark Vogelherd und einer der bekannten Fundstätten von Kunst aus dem Jungpaläolithikum vor rund 40.000 Jahren bringt. Die Vogelherdhöhle hat drei Mundlöcher. Die beiden größeren sind durch einen 40m langen Gang verbunden. Im Winter ist Artenschutz für die Fledermäuse angesagt und Menschen müssen draußen bleiben.

Das Infozentrum Archäopark Vogelherd wurde 2014 eröffnet und bringt den Besuchern an Themenplätzen wie Jagd oder Feuer unsere Ahnen anschaulich näher. Die 1931 im Vogelherd gefundenen Tierskulpturen aus Mammutelfenbein galten lange Zeit als die ältesten der Welt. Darunter war ein rund 32.000 Jahre altes Wildpferd. Man fand auch Großkatzen, ein Mammut und einen Höhlenbären. Die meisten Figuren sind im Schloss Hohentübingen (Museum Alte Kulturen) ausgestellt. Im Infozentrum sind zwei der Tierskulpturen, ein Mammut und ein Höhlenlöwe, zu sehen. Die Höhlen am Hohlenstein und Vogelherd sind UNESCO-Welterbe, als Bestandteil der Höhlen- und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb.

Lonetal und Wald, mal näher am Bach und mal über eine Höhe, begleiten uns zur Charlottenhöhle, in deren Nähe man einen Abstecher zur hochmittelalterlichen Kaltenburg auf dem Taleck unternehmen kann, wobei es sein kann, dass sie abgesperrt ist, weil die erhaltenen Mauerreste bröckeln. 

Mit 587m ist die Charlottenhöhle, eine Attraktion im Geo Schwäbische Alb, eine der längsten Schauhöhlen in Süddeutschland und die schauen sich jährlich rund 40.000 Besucher an. Die Charlottenhöhle wurde 1893 entdeckt, ist vermutlich 3 Mio. Jahre alt, hat immer um die 9°C, liegt bis zu 30m unter der Erde und eine Führung durch die Tropfsteinformationen dauert etwa 45 Minuten. Die Charlottenhöhle (macht Winterpause) bietet zudem das Höhlenhaus mit Infozentrum. 

Wir passieren die Hürbe, kommen über den Aussichtspunkt Kagstein und wandern nach Burgberg. Wir biegen in die Wasserstraße, die Hürbe fließt rechts von uns, links sehen wir die Mariengrotte an der Stelle des brachliegenden Steinbruchs am Stettberg. Anfang der 1980er Jahre wurde sie eingeweiht und hübscht den Felsen auf.

Wir streifen den Burgberger Ortsrand auf dem Weg zur Hürbe mit dem Mühlenstadel sowie der Alten Mühle Burgberg. Die Mahlmühle stammt aus dem Jahr 1344 bietet als Museum Einblick in die Handwerkskunst des Müllers und anderer Berufe von vor über 100 Jahren.

Das Schloss Burgberg (17. Jahrhundert) südlich von uns, ist in Privatbesitz und zeigt sich auf einem Sporn anstelle einer älteren Burg der Ritter von Berg. Durch die Breite Furt und Weilerstraße verlassen wir Burgberg, linkerhand ist ein Steinbruchareal. Etwa 9,8km sind wir gewandert. Durch die Natur geht es mit Auf und Ab zurück nach Stetten ob Lontal.

Bildnachweis: Von Holger Uwe Schmitt [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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