Venn-Wanderung ab Mützenich (Monschauer Land)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑136m  ↓136m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Hohe Venn ist eine, schildförmig gewölbte Hochfläche zwischen Deutschland und Belgien bzw. zwischen Eifel und Ardennen. Die Natur des Hohen Venns mit seinen Heiden und Mooren ist ein beliebtes Wandergebiet und Teil des grenzüberschreitenden Naturparks Hohes Venn-Eifel. Wir starten heute zu einer Rundtour durch den nordöstlichen Teil des Hohen Venns.

Ausgangspunkt unserer Rundwanderung ist der Venngasthof Zur Buche in Mützenich, einem Ortsteil von Monschau. Wir wandern und kommen schnell zum Eifel-Blick Steling. Von hier reicht der Blick weit in östlicher Richtung über den Nationalpark Eifel mit der Dreiborner Hochfläche und dem Kermeter. Im Vordergrund durchziehen zahlreiche Flurhecken das Monschauer Heckenland.

Vom Eifel-Blick Steling geht es nun weiter hinauf auf den Steling (658m), den höchsten Berg der Städteregion Aachen. Über die Kuppe des Stelings verläuft die Landesgrenze zwischen Deutschland und Belgien.

Durch die Gemarkung Schennskul wandern wir nun hinein ins Imgenbroicher Venn. Das Hochmoor, in dessen tiefen Torfschichten sich große Wassermengen sammeln ist die Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten. Wir wandern, teils auf Holzstegen, durchs Imgenbroicher Venn und das Steinley-Venn. Dann kommen wir ins Allgemeine Venn und stoßen an der Verbrannten Brücke auf den kleinen Getzbach, der der Weser zufließt.

Der Getzbach gibt die Richtung vor in den Nahtsief, einem Teilbereich des Brackvenns. Wir wandern am Rande des Moorgebiets und kommen dann wieder in den Wald. Wenig später passieren wir die deutsch-belgische Grenze und spazieren um viele tolle Eindrücke bereichert zurück nach Mützenich, wo wir uns schon auf die Schlusseinkehr im Venngasthof freuen.

Hintergrundinfo (Quelle: Deutsch-Belgischer Naturpark Hohes Venn-Eifel): Moorgebiete sind ohnehin ökologisch wertvolle Lebensräume. Was das Hohe Venn besonders macht, sind die Pflanzenarten, die hier durch verschiedene Klimaeinflüsse zusammentreffen. Im Frühling überziehen die Blüten von Moosbeere und Rosmarinheide aus dem Norden die Torfmoosteppiche mit weiß-rosa Tupfen. Im Juni bildet die atlantisch verbreitete Ährenlilie große Inseln aus leuchtend gelben Blüten in den Hochmoorgebieten. Aber nicht nur die Moore, auch die Heiden mit den Blau-, Rausch- und Preiselbeersträuchern sind erhaltenswerte Lebensräume. Ein seltener Bewohner, für den die Beeren unverzichtbarer Bestandteil des Speiseplans sind, ist das Birkhuhn.

Bildnachweis: Von Hennru [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Common

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