Urmitz


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Urmitz liegt zwischen Andernach und Koblenz direkt am Rhein. Im Rhein liegt die kleine Insel Urmitzer Werth, ein schönes Vogelschutzgebiet, das politisch bereits zu Neuwied zählt. Als Zeichen der Verbundenheit zur Rheinschifffahrt wurde 1954 ein 17,5m hoher Schiffermast am Rheinufer aufgestellt.

An seine Geschichte als Fischerdorf wird Urmitz durch den Aalschokker in den Rheinanlagen erinnert. Das bunt beflaggte 15m lange und 5m breite Schiff St. Georg ist seit 1987 das Wahrzeichen von Urmitz und wird vom Schifferverein als Schmuckstück gepflegt.

An eine weitere Tradition erinnert eine Bimssteinpresse mit Informationstafel im Ort, der sich als Wiege der Bimssandstein-Industrie im Neuwieder Becken bezeichnet. 1854 wurde hier der Grundstein dafür gelegt, der Wohlstand in die Region brachte. Die Geschichte des Ortes können Interessierte seit 2005 auch im Dorfmuseum (Hauptstraße 42) zu ausgewählten Zeiten erfahren.

Ein weithin sichtbares Wahrzeichen von Urmitz ist auch die Urmitzer Rheinbrücke hinüber nach Engers. Die ursprüngliche Kronprinz-Wilhelm-Brücke der Eisenbahn entstand 1918 und wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. 1954 konnte das heutige Bauwerk wieder befahren werden. Die zweigleisige Fachwerkbrücke misst 430m und gehört zur Strecke Neuwied-Koblenz.

Mit der Pfarrkirche St. Georg hat Urmitz einen weiteren Hingucker zu bieten. Der Vorgängerbau der jetzigen Kirche wird um 1500 vermutet. Gebaut wurde die neue St. Georg 1772-76 mit einer sehr sehenswerten Rokoko-Ausstattung, die noch heute erhalten ist und als wertvolles Kulturgut gilt. Auch die hübsche Orgel stammt aus dieser Zeit. Das barocke Gotteshaus erhielt 1924 eine Ergänzung durch einen Glockenturm.

Der Urmitzer Baggersee südlich des Ortskerns liegt in einem Wasserschutzgebiet, hier ist Baden verboten. Was man aber darf, ist den Obstlehrpfad am Urmitzer Ortsrand einen Besuch abstatten und sich über seltene Sorten, wie Gute Luise erfreuen – das ist übrigens eine Birnensorte.

Lehrreiches hat auch der Wasserlehrpfad Rheindörfer zu bieten. Er führt durch Urmitz, Kaltenengers und Sankt Sebastian. In Sankt Sebastian wird in der gleichnamigen Pfarrkirche übrigens eine wertvolle Reliquie aufbewahrt. Ein Armknochen des heiligen Sebastian befindet sich seit Mitte des 15. Jahrhunderts hier und wird zu besonderen Anlässen gezeigt.


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