Traumschleife Wehinger Viezpfad


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑536m  ↓536m
Traumschleife Wehinger Viezpfad

Der Viez, das ist Apfelsaft oder Apfelwein, je nachdem, wo im Westen Deutschlands man genau unterwegs ist. Was man auf jeden Fall braucht, um Viez herzustellen, sind Äpfel und dafür wiederum hilfreich sind Streuobstwiesen, wie wir sie heute auf dem Wehinger Viezpfad durchstreifen.

Wehingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Mettlach und liegt im Saargau, dem nordwestlichen Teil des Saarlands. Wir beginnen die Tour an der St. Markus Kapelle in der Kapellenstraße in Wehingen. Vom Start aus halten wir uns südwärts und wandern auf die Autobahn A 8 zu. Bevor wir diese erreichen, geht es dann in einer Spitzkehre Richtung Norden.

Nun marschieren wir hinauf zum Kewelsberg (442m) und genießen von einem Rastplatz am Weg den schönen Blick über den Saargau. Auf Höhe des Kewelsbergs hält sich der Viezpfad rechts und wir steuern vorbei an Streuobstwiesen zur Semmer Hütte. Hier kann man sich an einem Automaten Viez besorgen, entweder alkoholisch als Apfelwein oder alkoholfrei als Apfelsaft.

Die Streuobstwiesen begleiten uns weiter auf dem Weg ins Fröhnbachtal. Hier im Wald wird es pfadiger, bis wir auf einer Anhöhe wieder breitere Wege erreichen. Entlang des Tünsdorfer Bachs geht es weiter bis zur Blechmühle. Der Viezpfad Weg biegt jetzt scharf rechts ein in einen schmalen, steilen Pfad, der Grät genannt wird.

Durch Wald und Feld wandern wir nun auf dem letzten Abschnitt des Wehinger Viezpfads zurück nach Wehingen.

Viez im Sinne des regionalen Apfelweins ist üblicherweise ein handwerkliches Produkt. Dazu bemerkt die Wikipedia, durchaus mit einem Augenzwinkern: „Wenn der neue Viez zu gären anfängt, lässt man ihn halt gären und trinkt ihn in den verschiedenen Reifestufen, was den Überraschungseffekt beim Genuss vergrößert. Halbvergorenen Viez bezeichnet man in der Trierer Gegend, einem Viez-Kernland, als schärpsig; er gilt bei vielen als besondere Delikatesse.“

Bildnachweis: Von Thomas Johannes [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Vgwort