Traumschleife Erzgräberweg (Saar-Lor-Lux Kulturwanderwege)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 9 Min.
Höchster Punkt: 393 m
Tiefster Punkt: 219 m
Traumschleife Erzgräberweg (Schmelz)

So schnell macht man sich eine Traumschleife ein: Man nehme einen bestehenden Wanderweg – hier den Erzgräberweg als Teil der Saar-Lor-Lux-Kulturwanderwege – und schildere ihn zusätzlich mit den Traumschleifen-Wegzeichen aus. Fertig!

Schmelz ist die bevölkerungsreichste Gemeinde im nördlichen Teil des Saarlands und liegt im Primstal. Hier wurde schon vor dem Dreißigjährigen Krieg Eisen verhüttet. Im späten 17. Jahrhundert kam es dann zur Gründung einer richtigen Hütte, der Bettinger Schmelz. Von dieser Hütte, die bis ins 19. Jahrhundert in Betrieb war, hat die Gemeinde Schmelz ihren Namen.

Der Erzgräberweg erschließt uns die Geschichte der vorindustriellen Eisenerzverhüttung in Schmelz. Startpunkt ist der Wanderparkplatz Dreihausen in der Ambetstraße. Wir folgen der Goldbacher Straße hinein ins Sollbachtal. Später biegen wir ins Büchenackerbachtal ab und passieren einige aufgelassene Erzgruben mit beeindruckender Größe.

Der Erzgräberweg führt vorbei an der Dicken Eiche, einem rund 400 Jahre alten Baum, und erreicht dann einen Schaumeiler, der zeigt, wie die Köhlerfamilien hier im Waldgebiet Großer Horst einst ihre Arbeit verrichteten.

Am Ende des Großen Horsts treffen wir auf eine Schutzhütte im Biedelsbachtal. Hier stoßen wir auf die Landstraße nach Limbach, der wir ein kurzes Stück lang folgen und dann durch den Kleinen Horst hinauf zum Bunzelberg (312m) wandern. Vom Rastplatz Bunzelberg hat man eine schöne Aussicht über das Land.

Der Erzgräberweg führt nun wieder westwärts in den Großen Horst hinein. Wir steuern die Birg an, eine keltische Wallanlage, die noch bis ins 8. Jahrhundert hinein der Bevölkerung Schutz bot.

Durch die Naturwaldzelle Hoxfels kommen wir zu eben diesem Hoxfels, einer Felssteilkante, von der aus man einen wunderschönen Blick auf das enge Primstal genießt.

Vorbei am Gelände des Steinbruchs Michelbach kommt man zum Rengeskopf und zur 1949-50 erbauten Kapelle auf Marienfried, wo sich abschließend noch eine schöne Aussicht auf Schmelz eröffnet.

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