Torfhaus-Rundwanderung ins Eckertal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑386m  ↓386m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Eines der großen Hochmoore im Nationalpark Harz ist das Torfhausmoor und einer der großen Drehscheiben ist Torfhaus mit Nationalpark-Besucherzentrum, Blick auf den Brocken, jeder Menge Betten für Touristen, Gastronomie und Parkplätzen an der B4. Von Torfhaus führt unsere Runde ins Eckertal, südlich der Eckertalsperre.

Wir starten in Torfhaus, auf rund 800m, südlich von Bad Harzburg und östlich von Altenau, von dem es ein Ortsteil ist. Die Runde öffnet sich südlich vom Parkplatz, wo wir beim Landschulheim in den Goetheweg einbiegen, der auf den Torfhausmoorsteg führt. Johann Wolfgang von Goethe soll im Dezember 1777 von Torfhaus zum Brocken gewandert sein.

Das Torfhausmoor wird auch Radaubornmoor genannt, weil die Radau hier ihren Ursprung hat, bevor sie nach 21km in die Oker mündet. Torfhausmoor heißt es aufgrund des sporadischen Torfabbaus in der Gegend. Wir biegen vom Torfmoorweg ab, um zur Schubensteinllippe (760m) zu gelangen.

Im Anschluss folgen wir dem Kaiserweg, rechterhand ist der Abbenstein (769m). Dann biegen wir zum Skidenkmal ab. Das Skidenkmal mit Schutzhütte und Stempelstelle zur Harzer Wandernadel wurde 1921 vom Skiclub Braunschweig für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Sportkameraden errichtet.

Mit dem Pionierweg begleiten wir die Ecker, die im Eckersprungmoor, südlich von uns, entspringt und ein Stück nördlich von uns zur Eckertalsperre anstauen ließ. Insgesamt misst die Ecker 26km und mündet bei Wiedelah in die Oker. Wir indes genießen hier ihren Lauf durch das Eckertal, auf einer Länge von rund 2,5km. Auch sehen wir, wie sich die Abbe hinzugesellt.

Nach gesamt rund 10,3km treffen wir auf alte Bekannte, mit dem Kaiserweg und dem Goetheweg, nahe dem Torfhausmoor sowie der Abbe, die wir queren, und dann dem Abbegraben folgen. Der ist künstlich angelegt und begleitetete Goethe. 1777 war das allerding noch nicht so. 1827 wurde er als Teil der Oberharzer Wasserregals für den Bergbau gebuddelt.

Auf Moor-Tuchfühlung kommen wir am Moorsteg und erhalten auf der Wanderung einen vertiefenden Blick in das Hochmoor – immer wieder faszinierend! Kurz drauf sind wir zurück in Torfhaus.

Bildnachweis: Von Losch [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort