Teufel trifft Apostel: Premiumrundweg im Altmühltal (Solnhofen)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑209m  ↓209m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Solnhofen: In dieser geschichtsträchtigen Gegend sind Wandertouren beinahe auf Schritt und Tritt. Bei Solnhofen an der Altmühl fand man den berühmten Urvogel Archaeopterix. Aus dem feinen Kalkgestein wurden Lithografieplatten zum Drucken hergestellt, bei Solnhofen ist das bekannte Kloster mit der Sola-Basilika, bzw. deren Resten und der Kirche St. Veit. Durch die Gegend verläuft der Altmühltal-Panoramaweg, der Schlaufenweg Solnhofen und der Sola-Rundweg.

Wir wandern mit steilen, kurzen An- und Abstiegen auf beiden Altmühlseiten östlich von Solnhofen mit herrlichem Blick von der „Teufelskanzel" auf die Felsengruppe „12 Apostel". Wir wandern mit dem Uhrzeiger durch die geologischen Zeiten, starten am Bahnhof Solnhofen und kommen am Bürgermeister-Müller-Museum und Rathaus vorbei und über die Bahn, die Ingolstadt mit Treuchtlingen verbindet. Wir queren die Altmühl und könnten uns am Museumcafé ein Tässchen gönnen. Am Gsteig geht’s durch Solnhofen, Am Bieswanger Weg am Kirchweihplatz vorbei, vor der Solahalle auf die Römertalstraße.

Der Hochholzer Weg bringt uns in die Natur und in das Naturschutzgebiet Juratrockenhang mit Felsgruppe Zwölf Apostel. Die Zwölf Apostel stehen hübsch auf Reihe beieinander. Das Naturschutzgebiet liegt am südlichen bis westlichen Talhangbereich des Altmühltales im Naturpark Altmühltal. Der ist mit einer Fläche von knapp 3.000 Quadratkilometern der zweitgrößte Naturpark Deutschlands.

Die aufragende Felsformation der Zwölf Apostel, über die wir abwärts wandernd kommen, bestehen aus dolomitischem Schwammkalk. Zwischen den Felsen hat sich Halbtrocken- und Magerrasen breitgemacht, die in lichte Wacholder-Kiefer-Wälder übergehen. Etliche geschützte Pflanzen und Tiere haben in dieser Gesellschaft ihr gutes Auskommen: Sonnenröschen, Karthäuser-Nelke und Küchenschelle beispielsweise.

Wir kommen dann nach Eßlingen hinab, zum 13. Apostel. Das ist eine Gastwirtschaft in denkmalgeschütztem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Über ein Brückchen queren wir die Altmühl, wandern mit Waldrand und Wiesen zur Teufelskanzel mit Schutzhütte und Wanderparkplatz. Sehr schön sieht man auch von hier aus die 12 Apostel. Bis zum Ausgangsort sind es von hier nur noch rund 1,2km.

Übrigens: Das Wort Apostel wird aus dem Altgriechisch abgeleitet mit Gesandter übersetzt. Im christlichen Glauben hatten die Apostel den Auftrag von Jesus direkt, seine Botschaft zu verkünden. Ein Jünger bezeichnet hingegen einen Nachfolgenden, einen Lernenden. Aus den Jüngern von Jesus wurden nach dessen Auferstehung und Himmelfahrt die mit der Mission beauftragten Apostel.

Bildnachweis: Von Siegmar S. [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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