Schlaufenweg Solnhofen: Zwölf Apostel und die Sola-Basilika


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 23 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑376m  ↓376m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Solnhofen im Altmühltal ist eine der bekanntesten Fossillagerstätten der Erde. In den Steinbrüchen, die Solnhofer Plattenkalk abbauten, wurde u.a. der Urvogel Archaeopteryx entdeckt. Wir starten unsere Rundwanderung am Altmühltal-Panoramaweg am Kirchweihplatz bzw. der Solahalle in Solnhofen.

Unser Weg führt uns nach Westen. Auf Römertalstraße und Hochholzer Weg verlassen wir den Ortskern und kommen rasch zu den Zwölf Aposteln, bzw. wie es offiziell heißt: zum Naturschutzgebiet Juratrockenhang mit der Felsgruppe Zwölf Apostel. Die Zwölf Apostel zählen zu Bayerns schönsten Geotopen und zu den wichtigsten Naturschutzgebieten der Fränkischen Alb.

Am Ende der Zwölf Apostel kommen wir in den kleinen Ortsteil Eßlingen und zum Dreizehnten Apostel: Das ist das gleichnamige Gasthaus im Naturpark Altmühltal. In Eßlingen kreuzen wir die Altmühl und kommen dann ins Steinbruchgebiet von Solnhofen.

Am ersten Steinbruch passieren wir den Gasthof Schnorgackel, der sich wegen guter Küche zu günstigen Preisen einen Namen gemacht hat. Weiter geht es Richtung Steinbruch Apfeltal und nach Langenaltheim. Langenaltheim ist die südlichste Gemeinde Frankens und stößt im „Dreiländereck“ an die Regierungsbezirke Oberbayern und Schwaben.

Blickfang im Ort ist die evangelische St. Willibald Kirche, die 1607-08 frühbarock erbaut wurde und später ihre welsche Haube bekam. Kurz dahinter steht die St. Johannis Kirche von 1752-54. Wir wandern weiter durch die Langenaltheimer Haardt und halten unsere Schritte dann wieder Richtung Altmühltal, das wir auf Höhe des Friedhofs erreichen.

Jetzt kommen wir zum Gelände des ehemaligen Klosters Solnhofen. Das Kloster wurde 794 gegründet, nachdem hier zuvor der heilige Sola seelsorgerisch tätig war. Das Kloster Solnhofen wurde 1534 aufgehoben.

Zum Kloster gehörte die sogenannte Sola-Basilika, die zu den wichtigsten Kirchenbauten des 11. Jahrhunderts zählt, wenngleich nicht mehr wirklich viel erhalten ist. Die Sola-Basilika war Grabeskirche des Heiligen Sola. Der Schmuck der Basilika ist eines der frühesten Beispiele für die Verwendung von Stuckmaterial in der Region, und das Sola-Grab zählt zu den größten kunstgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten Mittelfrankens. Dann queren wir erneut die Altmühl und sind zurück am Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Cku [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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