Strinz-Margarethä

Von Breithardt, dem Zentrum der Gemeinde Hohenstein, kommt man nach zwei Kilometern über die Felder Richtung Osten nach Strinz-Margarethä. Den Namenszusatz Strinz teilt sich der Ort mit dem nicht weit entfernten Strinz-Trinitatis, wobei sich Strinz aus dem keltischen herleiten lässt und Ödland bezeichnet, also wenig ertragreichen Ackerboden.

In den Aubach, der mitten durch Strinz Margarathä fließt, münden mehrere Bäche. Nördlich des Ortes, Richtung Hennethal, wird der Aubach zu zahlreichen kleinen Teichen aufgestaut. Die südlichen und östlichen Hänge des Füllenbergs (365m) bis hin zum Hermansweg im Norden des Ortes sind landwirtschaftlich genutzt, ebenso die Gebiete, die sich im Süden von Strinz-Margarethä anschließen.

Die evangelische Kirche wurde 1834-36 auf einer Anhöhe über der Hauptstraße errichtet. Es handelt sich um einen schlichten klassizistischen Saalbau mit Apsis und einem verschiefertem Dachreiter auf dem Walmdach. Die Ausstattung entstammt der Bauzeit mit dreiseitiger Empore, Kanzel, Orgelempore. Die Barockorgel wurde wahrscheinlich vor 1718 in Mainz für das dortige Weißfrauenkloster gebaut und 1835 von der Gemeinde Strinz-Margarethä erworben.

Das Pfarrhaus direkt neben der Kirche wurde im Jahr 1720 als freistehendes Fachwerkgebäude erbaut. Zusammen mit der 1871 erbauten, mittlerweile aber in Privatbesitz befindlichen Schule auf der anderen Seite der Kirche, bilden diese drei Gebäude den markanten Ortsmittelpunkt von Strinz-Margarethä.

Auffällig im Ort ist auch der Kindergarten von 1939, ein Bau mit verschiefertem Satteldach. Das Holzrelief in der Eingangshalle zeigt eine Frau mit drei spielenden Kindern. Der Kindergarten vereint moderne Elemente wie beispielsweise die asymmetrisch in die Wand eingeschnittenen Fensteröffnungen mit traditionellen Elementen wie der Materialwahl und -bearbeitung.