Strinz-Trinitatis


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Willkommen in der dreifaltigen Einöde – das nämlich bedeutet sehr frei übersetzt der ungewöhnliche Dorfname Strinz-Trinitatis. Strinz stammt vom keltischen Wort Stryntz für Ödland, Trinitatis ist das lateinische Wort für Dreifaltigkeit und bezieht sich auf die Widmung der örtlichen Kirche.

Die markante Dreifaltigkeitskirche ist denn auch das Wahrzeichen von Strinz-Trinitatis. Auf der Anhöhe im nordöstlichen Teil des Ortskernes befindet sich der Kirchberg. Der alte Wehrturm mit Zeltdach wurde bereits um 1200 erwähnt. Der Chor dürfte um 1500 entstanden sein, das Schiff zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Der Chor wird im Innern von einem Sterngewölbe dominiert, in dem als Schlusssteine auch der Nassauer Löwe zu finden ist. Im Kirchenschiff fällt das Gemälde der Dreifaltigkeit an der Decke auf und die Gemälde von Luther und Melanchthon aus dem 18. Jahrhundert.

An der Ostseite des Kirchberges prägt das Pfarrhaus das Gebäudeensemble, ein Fachwerkbau mit Walmdach und auf hohem Bruchsteinsockel. Die anschließende Mauereinfriedung mit Pforte und Rundbogentor führt zum Pfarrhaus, das um 1800 errichtet wurde.

Bereits für 1562 ist in der Pfarrei Strinz-Trinitatis eine Lateinschule nachgewiesen. Der auf das frühe 18. Jahrhundert zurückgehende stattliche Fachwerkbau auf dem Kirchberg, der den ursprünglich engen Zusammenhang mit Kirche und Pfarrei veranschaulicht, überragt weithin sichtbar den Ort. Der Fachwerkbau mit Walmdach stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Östlich am Ortsrand von Strinz-Trinitatis erstreckt sich das 9ha große Naturschutzgebiet Heckenberg. Schutzzweck ist die Bewahrung der selten gewordenen früheren Hutungsflächen im Untertaunus. Am Heckenberg gibt es noch die artenreichen Wacholderheiden und Magerrasen, die durch entsprechendes Weide- und Pflegemanagement geschützt werden.

Ein seltenes Beispiel eines ideologischen Baustils ist die Volksschule, die in den 30er Jahren als Arbeitslager für Mädchen errichtet wurde und später bis zur Schließung 2009 als Hinterlandpinte eine beliebte Kneipe im Untertaunus war. Der Fachwerkbau liegt auf einer Anhöhe östlich des Kirchberges und ist ein langgestreckter Baukörper mit Walmdach und kleinen Gauben. Die Blut-und-Boden-Architektur zeigt sich nicht zuletzt durch geschnitzte Inschriften wie: „Fasst an und Helft mit! Deutschland wird das sein, was ihr und wir alle aus ihm machen!“


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