Steckenroth

Von Breithardt, dem Verwaltungssitz der Gemeinde Hohenstein im Untertaunus, kommt man nach gut einem Kilometer weiter ostwärts nach Steckenroth. Steckenroth ist landwirtschaftlich geprägt und seine Felder erstrecken sich vor allem nach Süden am Abbebach entlang. Ganz im Süden und bewaldet, bildet der Limes die Gemarkungsgrenze gegenüber Taunusstein.

Hier am Limes liegt das Hofgut Georgenthal. Das Hofgut Georgenthal geht auf eine fürstlich nassau-idsteinische Gründung aus dem Jahre 1692 zurück. Es diente ausschließlich der Landwirtschaft, da zu seinem Bestand 65ha Acker-, Weide- und Waldflächen gehören. Erst seit 2000 beherbergt es auch ein Privathotel mit Restaurant. Vor romantischer Kulisse kann man sich im Traupavillon am Hofteich auch das Eheversprechen geben.

Im Hofgut Georgenthal befindet sich das Limesinformationszentrum des Rheingau-Taunus-Kreises als museales Vermittlungszentrum für den seit 2005 als UNESCO-Welterbe geschützten Obergermanisch-Raetischen Limes. Einmalige Originalfundstücke aus der Römerzeit, Bilder, Pläne und Texte gibt es hier genauso zu sehen, wie Informationen über die verschiedenen Wanderwege, die den Limes erschließen.

Direkt am Hofgut Georgenthal beginnt der 5km lange und mit Informationstafeln ausgestattete Limesrundweg Georgenthal. Die Spuren des Limes befinden sich im Gebiet von Breithardt, Born und Steckenroth. Die gut fünf Kilometer, die der Limes auf Hohensteiner Gebiet verläuft, geht durch eine ruhige Landschaft und kreuzt zahlreiche Höhenrücken und kleine Wasserläufe. Entdeckt und mittlerweile belegt sind in diesem Bereich acht frühere Turmstellen.

Eine erste Kirche in Steckenroth wird 1451 erstmals erwähnt. Die evangelische Kirche in ihrer jetzigen Form ist aus Bruchsteinmauerwerk 1791 nach dem Einsturz des alten Turmes neu erbaut, bzw. ergänzt worden. Der Saalbau mit seinem Frontturm mit Zwiebelhaube wird durch eine Holzvorhalle betreten. Aus frühgotischer Zeit und dem Vorgängerbau sollen noch der Chorbogen und die Sakristei mit rippenlosem Kreuzgratgewölbe stammen. Die Kanzel entstammt laut Inschrift um 1700, der Taufstein aus 1733.