Stausee Bitburg

Ein beliebtes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet im Bitburger Gutland ist der 39ha große Stausee Bitburg an der Prüm in Biersdorf am See. Er liegt etwa 12km nordwestlich von Bitburg. Der Willibrordusweg führt hier vorbei und zahlreiche örtliche Wanderwege verbinden das Hochwasserrückhaltebecken mit den Ortschaften der Umgebung.

Ein 15m hoher Erddamm wurde 1970-72 als Staudamm zum Schutz vor Hochwasser an der Stelle aufgeschichtet, an der sich das Prümtal zu einer Talmulde hin öffnet, die früher gerne schon mal überschwemmt wurde. Der Stausee Bitburg ist etwa 2km lang und bis zu 9m tief. Neben dem Hochwasserschutz dient er der Niedrigwasserregulierung, der Energiegewinnung und natürlich auch dem Vergnügen. Um den See herum verläuft ein etwa 5km langer Rundweg. Auch startet am Stausee das Wanderwegenetz des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks.

Wer nicht nur drumrum laufen möchte, sondern auch ins Nass gehen mag, der hat die Angebote Rudern, Paddeln und Surfen, Tretbootfahren sowie Angeln. Das Baden im See ist allerdings nicht erlaubt. Zieht man keinen Fisch aus dem Wasser, hilft das Angebot des Kiosks oder des nahegelegenen Hotels, um dem Hungertod zu entkommen. Am ersten Augustwochenende steht der Stausee in Flammen und es gibt ein Feuerwerk.

Der Stauesee liegt in der Gemarkung der beiden Dörfer Wiersdorf und Biersdorf am See. Biersdorf am See liegt östlich des Stausees und beherbergt etliche Urlauber. Die katholische Pfarrkirche St. Martin wurde 1907-08 im Stile der Neoromanik erbaut. Direkt am See findet sich als Naturdenkmal der Buntsandsteinfelsen Rotlay. Hier vorbei führt auch die Naturpark delux Wanderung Stausee-Prümtalroute, die den Bitburger Stausee umrundet und 15km misst.

Südlich des Sees liegt Wiersdorf mit der katholischen Filialkirche St. Markus, die aus dem Jahr 1746 stammt mit einem Chor aus dem Jahr 1587. Als geschätztes Interieur hat die Kirche einen hölzernen Altarretabel (1740). Zu sehen sind auch Sandsteinreliefs, die die sieben Fußfälle demonstrieren. Die Kapelle Einsiedelei steht auf einem Hang westlich der Prüm. Sie ist aus dem Jahr 1923 und unterhalb der Kapelle entstand vier Jahre später eine Lourdes-Grotte. Zu finden ist hier auch eine Mariensäule aus Sandsteinquadern sowie ein Kreuzweg mit 14 Stationen.