Starnberger See Runde ab Ammerland (Münsing)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 3 Min.
Höhenmeter ca. ↑141m  ↓141m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir sind in einem Gemeindeteil von Münsing im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, wenn wir bei Ammerland am Starnberger See ein Stück Ostufer erkunden. Der Starnberger See ist der fünftgrößte in Deutschland und aufgrund der Wassertiefe auf Platz zwei bei der Füllmenge. In Zahlen: 49km Umfang, bis 127m max. Tiefe und beinahe 3.000Mio. Kubikmeter Inhalt.

Als der See noch Würmsee hieß, wurden an dessen Ufer zwei Leichen gefunden, in der Nacht des 13. Juni (Pfingstsonntag) 1886: Bayernkönig Ludwig II. und einer seiner Psychiater, Bernhard von Gudden. Die genauen Umstände der Tragödie sind nicht hinlänglich geklärt.

Die erste Hälfte der Wanderung werden wir in Höhenlage verbringen, bis Holzhausen am Starnberger See und zurück wandern wir am Ufer. Wir starten in Ammerland bei einem Gasthaus und wandern die Ammerlander Hauptstraße, schwenken dann nach Staudach.

Staudach ist eine Einöde mit einzelnem Bauernhof, wo ein Getreidekasten aus dem 16. Jahrhundert unter Denkmalschutz steht, ebenso wie die Kirche St. Vitus, die 1862 neugotisch umgestaltet wurde.

Wir wandern durch einen kleinen Waldabschnitt nach Reichenkam und von dort zum Kirchdorf Holzhausen am Starnberger See. Recht malerisch steht, von einem Friedhof umgeben, auf einem Hügel die Kirche St. Johann Baptist, die wir direkt ansteuern. Der Kirchhügel war wohl einst auch eine heidnische Kultstätte. Der Chorturm der gotischen Kirche von 1470 ist von 1420 und zeigt sich mit schmucker auffälliger Zwiebelhaube. 1611 erhielt St. Johann Baptist eine barocke Umgestaltung.

Kirchbergstraße und Holzbergstraße führen uns hinab in den Pilotyweg. Von dem abbiegend gelangen wir über den Grenzgraben in den Waldschmidtweg und biegen nach rechts in die Seeuferstraße. Wir kommen am Ammerlander Segelclub vorbei zurück nach Ammerland.

Bevor wir die Runde beschließen, bietet sich ein kleiner Abstecher zum Schloss Ammerland an. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert, liegt direkt am See und seine Türme mit Zwiebelhauben spiegeln sich im Wasser. Es gehört einem Hotelier, der für dessen Sanierung einen Denkmalpreis erhielt. Im Schloss sind Eigentumswohnungen.

Bildnachweis: Von Gras-Ober [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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