Vom Schloss Tutzing am Starnberger See zum Deixlfurter See


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑224m  ↓224m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Viel Abwechslung bietet die Runde durch das Starnberger Fünfseen-Land, beginnend in Tutzing mit seinen Parks, wie dem Bleicherpark, dem Schlosspark beim Schloss Tutzing, oder dem Park an der Brahmspromenade am westlichen Seeufer des Starnberger Sees. Durch Stadt, Wald und Wiesen geht es zum hübschen Deixlfurter See mit seinen sieben Weihern ringsherum.

Start ist am Bahnhof Tutzing, der u.a. von der S 6 aus München bedient wird. Durch die Bahnhofstraße gehen wir in Richtung Starnberger See. Rechts von uns ist das Benedictus Krankenhaus Tutzing und das Kloster Tutzing der Missions-Benediktinerinnen, die seit 1904 in Tutzing ansässig sind. Der monumental wirkende Hauptbau folgt dem Stil des Historismus, hat Ecktürme und auch eine Kapelle. Zum Teil ist hier schon Krankenhaus.

Wir gehen links in die Hauptstraße und rechts in den Schlösserweg zum kleinen Ortsmuseum Tutzing, das in der alten Schule untergebracht ist. In der Graf-Vieregg-Straße steht vom Friedhof umgeben die alte Pfarrkirche St. Peter und Paul (1839) im Stil des Barock mit Zwiebelhaube auf dem Türmchen.

Wir gehen durch die Monsignore-Schmid-Straße an der sich rechterhand der Schlosspark erstreckt. Der wurde einst im französischen Stil angelegt und im 19. Jahrhundert zu einem Englischen Garten umgestaltet.

Das Schloss Tutzing stammt aus dem 17. Jahrhundert und zeigt sich im Stil des Barock vom Anfang des 19. Jahrhundert. Der Hauptbau hat neun Achsen und drei Geschosse. Über dem Portal mit Säulen ist ein Balkon. Die Evangelische Akademie Tutzing bietet hier Tagungen und Seminare an.

Wir kommen an der Mariensäule (1882) vorbei. Kurz drauf sehen wir die Dampferanlegestelle am Starnberger See. Am Seeufer entlang gehen wir über den Brahmsweg zur Brahmspromenade. Im Sommer 1873 war Johannes Brahms in Tutzing und komponierte Streichquartette und Lieder. Ihm zu Ehren finden die Tutzinger Brahmstage statt.

Entlang der Brahmspromenade lassen wir den Blick über den Starnberger See schweifen und gelangen auf den Ebersweg. Am Freibadkiosk biegen wir in den Sprungleitenweg und verlassen das Ufer. Nach rund 2,7km Spaziergang geht es dann 1,6km bergauf und durch den Wald, auf 686m. Die Schleife bringt uns auf den Weg Waldschmidschlucht. Wir überqueren den Kristallgraben und kommen auf den Siebenbrückenweg zum Kalkgraben. Ein Stück geht es durch eine Randlage von Tutzing und aufwärts, durch offene Landschaft und Wald zum Deixlfurter See auf über 700m. Zum Deixelfurter See gehören einige Fischweiher.

Wir gehen entlang des Rüdiger-Weihers und kommen ans Ufer vom 21ha großen Deixelfurter See. Gegenüber ist der kleine Cermak-Weiher, den wir umrunden, wobei wir als nächstes zwischen Clenzeweiher und dem kleinen Vogl-Weiher entlanggehen.

Jetzt sind wir auf einem Walderlebnisweg. Der bringt uns zum Bach Martelsgraben und auf den gleichnamigen Weg wieder nach Tutzing. Wir gehen über den Schluchtweg durchs städtische Grün und gelangen zum Bahnhof zurück. Das Empfangsgebäude stammt übrigens aus dem Jahr 1865 und wird mit Maximilianstil überschrieben, einem bayerischen Baustil zu Zeiten von König Maximilian II. (1811-1864).

Bildnachweis: Von I. Berger [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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