Stachelau

Direkt östlich an Olpe anschließend liegen die beiden Ortsteile Lütringhausen und Stachelau. Hier mündet die Ahe in die Olpe, und zwischen beiden Gewässern erhebt sich steil der Kruberg (504m). In das Tal am Fuße dieses Berges schmiegt sich Stachelau, das 1383 erstmals urkundlich erwähnt wird.

Eine deutlich jüngere Erwähnung des Ortes ist allerdings weitaus bekannter. Die heimliche Hymne des Sauerlandes ist der Titel Sauerland, den die Gruppe Zoff im Rahmen der Neuen Deutschen Welle 1984 herausbrachte. „Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland“ heißt es darin, und etwas später im Text: „In Stachelau tobt die wilde Sau“. Ob das nun tatsächlich der Fall ist, davon mag man sich bei einem Besuch des Ortes selbst überzeugen.

Deutlich ruhiger dürfte es in der Kapelle St. Elisabeth in Stachelau zugehen. Das kleine Gotteshaus an sich scheint wenig spektakulär. Doch darin ist ein Stück Bergbaugeschichte zu sehen: die aus Eisenguss gefertigte Strahlenmadonna. Diese Mariendarstellung wurde im Jahr 1741 in der Stachelauer Hütte aus Eisen der nahen Grube Rhonard gegossen.

Wendet man sich von Stachelau in Richtung Westen, ist der Nachbarort Lütringhausen nur einen Katzensprung entfernt. Hier ist es ebenfalls ein Gotteshaus, das für Besucher besonders interessant ist. Die Kapelle Maria, Mutter vom guten Rat liegt auf einer kleinen Anhöhe und überschaut das gesamte Dorf. Sie ist von weither sichtbar und prägt mit ihrem spitzen Türmchen seit 1890 das Ortsbild. Es muss allerdings auch zuvor schon eine Kapelle an dieser Stelle gegeben haben, denn 1725 wird ein solches Gebäude erwähnt. Der Ort Lütringhausen selbst, zumindest das ältere Unterdorf, dürfte etwa zur gleichen Zeit entstanden sein wie der Nachbar Stachelau.