Schwarzpulverroute Odenthal (Bergisches Land)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑224m  ↓224m
Schwarzpulverroute

Diese Rundwanderung bei Altenberg (Gemeinde Odenthal) im Bergischen Land führt uns zu den ehemaligen Pulvermühlen im Helenental. Los geht’s am Wanderparkplatz Schöllerhof an der Straße von Altenberg nach Dabringhausen. Man wandert zunächst zur Dhünn und passiert diese über eine kleine Brücke.

Rechter Hand steht ein schönes altes Fachwerkhaus am Fuße eines Felsrückens. Es war das Wohnhaus des Pulvermachers Borsbach. Nach einer kurzen Wegstrecke überquert man den Obergraben über eine kleine Brücke. Man folgt dem Weg an Wällen und Wassergräben vorbei zum Forsthaus Aue. Kurz nach dem Forsthaus sieht man die am besten erhaltenen Fundamente einer Pulvermühle im Helenental.

Kurze Zeit später trifft man auf Schloss Haniel, das die Unternehmerfamilie Haniel hier 1925 bauen ließ. Ausgestattet mit einem beheizten Schwimmbad im Keller, aus Holz gefertigter Kegelbahn in einem Seitenflügel, großer kostbarer Bibliothek, geräumigem Speisesaal mit Großküche, weitläufigen Salons, einer Bar sowie einer Orgel mit zwanzig Registern stellte Schloss Haniel eine besonders großartig angelegte Villa damaliger Großindustrieller dar.

Nach dem Zweiten Weltkrieg – die Haniels waren schon nach Machtergreifung Hitlers ins Ausland gegangen – kam Schloss Haniel an das Land Nordrhein-Westfalen, das es 1956 an das Familien-Ferien-Werk verkaufte. Bei einem Brand 1971 wurden große Teile des nun als Haus Maria in der Aue geführten Anwesens zerstört. Nach Wiederaufbau und umfassender Renovierung in den 1990er Jahren, ist die Pracht der früheren Inneneinrichtung einer funktionalen Möblierung gewichen.

Unterhalb der Staumauer der Großen Dhünntalsperre kommt die Schwarzpulverroute zum Gelände der Pulvermühle Loosenau. Nach einer schweren Explosion im Jahr 1879 wurde die Pulverherstellung in der Loosenau eingestellt.

Nach einem kurzen Anstieg erreicht man den Bömericher Bach. Am Ufer findet man die Überreste einer Pulvermühle aus dem 16. Jahrhundert. Am Oberlauf des Bömericher Baches steht noch heute das Alte Mühlenhaus der Bömericher Mühle. Oberhalb der Mühle erreicht man die Ortschaft Hüttchen. Von hier aus folgt man dem Wegzeichen P nach rechts und wandert über eine schmale asphaltierte Straße nach Großgrimberg.

Der Weg folgt in seinem Verlauf einem Höhenrücken, der schon seit dem Mittelalter landwirtschaftlich genutzt wurde. Nach einiger Zeit erblickt man auf der linken Seite die Hofanlagen von Kleingrimberg und Großgrimberg.

Achtung: Der Weg über den Bauernhof in Großgrimberg ist gesperrt, berichtet unser Leser h.l. Man muss sich vor Ort eine Umgehung suchen.

Von Großgrimberg geht es zurück zum Wanderparkplatz Schöllerhof.


Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons): 1 by Christian Teuber [CC-BY-SA-3.0]

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