Schlossgarten Usingen

Das Schloss in Usingen war von 1659-1744 Residenz der Grafen und Fürsten von Nassau-Usingen. Die Ursprünge reichen zurück bis ins 14. Jahrhundert. 1873 fiel das Schloss allerdings einem Großbrand zum Opfer. Da zu der Zeit das Schloss bereits als Schule genutzt wurde, richtete sich auch der 1879 errichtete Neubau an diesem Zweck aus. In dem preußische Klinkerbau ist noch heute das Gymnasium - die Christian-Wirth-Schule - untergebracht.

Erhalten geblieben ist neben einigen Nebengebäuden der Schlossgarten Usingen oberhalb der Schule. Er ist angelegt auf fünf Terrassen mit seitlichen Alleen und einem Nutzgarten mit Obstbaumbestand. Heute werden die ersten beiden Terrassen und der frühere Nutzgarten von der Schulmensa und einem Sportplatz genutzt. Der eigentliche Park beginnt auf der mittleren Terrasse, wobei die oberste Terrasse den ehemaligen Charakter des Garten am besten widergibt.

Verschlungene Wege führen durch Eichen, Buchen, Kastanien und mächtige, über 300 Jahre alte Eiben. Ins Auge fällt auch das große Kriegerdenkmal von 1924 und ein Denkmal, das an die Fürsten von Nassau-Usingen erinnert.

In einem Verwaltungsgebäude des früheren Schlosses Usingen, dem Kavaliershaus, ist heute das Stadtmuseum Usingen untergebracht. Der Rokokobau von 1736 liegt am Schlossplatz, der die Unterstadt im Süden von der Oberstadt im Norden trennt. Das Stadtmuseum Usingen präsentiert – so die Eigenwerbung – bedeutende Usinger Persönlichkeiten und Dinge aus der guten alten Zeit. Zusammen mit der frühgeschichtlichen Abteilung, die ihren Sitz in den Kellern des Usinger Rathauses hat, bietet das Stadtmuseum einen kompletten Überblick über mehrere tausend Jahre Geschichte des Usinger Lands.