Schloss Heiligenhoven

Schloss Heiligenhoven liegt günstig zwischen dem Freizeitpark Lindlar und dem Bergischen Freilichtmuseum und gehört dem Landschaftsverband Rheinland (LVR), der es für Tagungen vermietet und als Verwaltungssitz für das Bergische Freilichtmuseum nutzt.

Schloss Heiligenhoven in Lindlar wurde 1363 erstmals erwähnt. Erster bekannter Schlossherr war anno 1425 der Rittmeister Johann van Eyckelinckhoyven. Danach wechselte Schloss Heiligenhoven mehrfach den Besitzer und ging 1748 an den Schultheiß des Amtes Steinbach. Dieser ließ 1758-60 das Herrenhaus mit Vorburg und Wassergraben in seiner heutigen Form errichten. 1973 zerstörte ein Feuer das barocke Herrenhaus, das man aus Bruchstein dann wieder komplett neu erbaute. Die Vorburg wurde dabei zur Schlossherberge für Schulklassen.

Der reizvoll gelegene Schlosspark von Schloss Heiligenhoven mit Weiher und altem Baumbestand entstand um 1880 als englischer Landschaftspark und ist öffentlich zugänglich. Im Schlosspark von Schloss Heiligenhoven stehen gleich zwei denkmalgeschützte Kapellen, die heute als Hochzeitskapellen genutzt werden: Die Johanneskapelle aus dem 17. Jahrhundert liegt im Ortsteil Voßbruch, die Dreifaltigkeitskapelle von 1705 in Unterheiligenhoven.

Bei Unterheiligenhoven finden sich auch die Überreste der Burg Unterheiligenhoven. Die Ruine der Burg, die zwischen 1400 und 1500 entstanden sein muss, liegt auf 220m ü. NN im Lennefer Bachtal, unweit der Dreifaltigkeitskapelle. Ihre Burgteiche werden vom Lennefer Bach gespeist. Die Überreste der Burggebäude stammen aus dem 15. bzw. 17. Jahrhundert. Da sich die Burgruine auf Privatbesitz befindet, ist eine Besichtigung nicht möglich.